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Er glaubte immer an die Rückkehr von Camillez er benahm ſich behutſam gegen Carmelite und floh alle Gelegenheiten, das Geſpräch auf das ſchlüpferige Ter⸗ rain zu bringen, wo das Mädchen beinahe ein Geſtänd⸗ niß hatte entfallen laſſen.
Der Gedanke, er liebe Carmelite immer mehr, ſeine Leidenſchaſt nehme von Tag zu Tag zu, erſchreckte ihn.
Was wäre es denn geweſen, wenn er die Gewiß⸗ heit gehabt hätte, er liebe Carmelite?
Er hätte auf der Stelle Paris verlaſſen und wäre nach der Bretagne zurückgekehrt.
Mittlerweile verliefen die Tage, die Monate, die Wochen, und die Einwilligung des Vaters von Camille kam nicht an; man empfing immer Briefe vom Creolen, Briefe, in denen ſich die lebhafteſte Zärtlichkeit, zuweilen die glühendſte Leidenſchaft malte, doch das war Alles.
Eines Morgens erhielt man einen Brief von ſeinem Bruder.
Camille war gefährlich krank geworden.
Carmelite empfing dieſe Nachricht mit einer faſt eben ſo großen Gleichgültigkeit wie die anderen.
Die Krankheit dauerte drei Monate.
Wir wiſſen Alle, was die Gemüthsbewegungen bei der Wiedergeneſung ſind, nachdem die Krankheit mit ihrer ſieberiſchen, entfleiſchten Hand uns die Thore des Grabes halb offen gezeigt hat.
Die erſten Worte, oder vielmehr die erſten Freuden⸗ ſchreie ſind Hymnen der Dankbarkeit an den rettenden Gott, an die Familie, an die Freunde, an diejenigen, welche man liebt, und ſogar an diejenigen, welche man geliebt hat; die ſchlimmen Gefühle ſind erloſchen, die guten ſind gewachſen; man ſollte glauben, das Fieber habe, alle faule Miasmen des Leibes fortnehmend, zu gleicher Zeit die Schmarotzerpflanzen der Seele entwur⸗ zelt; das Herz wird ein fruchtbarer Neubruch, der ſich mit friſchen Blumen bedeckt und nur Wohlgerüche aus⸗


