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„Wem denn?“ fragte Colombau.
„Einem Geſpenſte meiner Einbildungskraft, einem Traume meines Herzeus; Camille war nur der Abge⸗ ordnete meines Unglücks, nur der Namenleiher des Ver⸗ hängniſſes.“
Colombau ſchlug zu Carmelite ſeinen Blick ſo klar und durchſichtig wie das Licht auf und ſagte:
„Carmelite, ich verſtehe Sie nicht.“
„Oh! Colombau,“ erwiederte ſie,„es war eine ſchöne Nacht, eine glückliche Nacht, wo wir den Roſenſtock am Fuße des Grabes der armen Lavalliöre ausgehoben haben!“
Und ſie ſtand langſam auf, verließ den Pavillon und ging wieder in ihr Zimmer hinauf, während Co⸗ lombau, faſt geblendet durch den erſten Lichtſtrahl, der in ſein Herz fiet, ihr mit den Augen folgte und murmelte:
„Oh! mein Gott! mein Gott! ſie hätte mich alſo lieben können, da ſie Camille nicht liebte?„
LIII.
Wo Jeder, nicht nur in ſeinem eigenen Herzen, ſondern auch in dem des Andern klar zu ſehen anfängt.
Von dieſem Tage an wurde der Verkehr der zwei jungen Leute von einfach und vertraulich, wie er war, kalt und abgemeſſen.
Carmelite ſah ein, daß ſie Colombau zu viel ge⸗ ſagt hatte. 3
Colombau hatte bange, ſchlecht gehört zu haben.
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