im Trabe ihres Eſels gemacht, daran, das Kind zu un⸗ terſuchen.
Die Kleine war baarköpſig, ihre langen Haare, deren Flechten ſich entweder bei dem Laufe, den ſie ge⸗ macht, oder in dem Kampfe, den ſie ausgehalten, auf⸗ gelöſt hatten, hingen hinten ihr herab; ihre Stirne rie⸗ ſelte von Schweiß; ihre Füße zeugten von einem langen Laufe querfeldein, und ihr weißes Kleid war ganz durch⸗ furcht von einer Blutrinne, die aus einer zum Glücke nicht ſehr tiefen Wunde kam, welche mit einem ſpitzigen oder ſchneidenden Inſtrumente gemacht oder vielmehr verſucht worden zu ſein ſchien.
Einmal im Karren, war die Kleine, welche höchſtens fünf bis ſechs Jahre alt zu ſein ſchien,— den Umſtand be⸗ nützend, daß die Brocaute beide Hände brauchte, um ihren Eſel zu führen und zu peitſchen,— wie eine Natter vom Schooße der alten Frau auf den Boden des Kar⸗ rens geſchlüpft und hatte ſich in die entfernteſte Ecke ge⸗ flüchtet, von wo ſie alle Fragen nur mit den Worten erwiederte:
„Sie läuft mir nicht nach? nicht wahr, ſie läuft mir nicht nach?“
Wonach die Brocante, welche, wie es ſchien, ebenſo ſehr als das kleine Mädchen verfolgt zu werden befürchtete, den Kopf verſtohlen aus ihrem Karren hervorſtreckte, auf die Straße ſchaute, und da ſie dieſelbe öde und verlaſſen ſah, das Kind beruhigte, bei dem der Schrecken ſo groß zu ſein ſchien, daß die materielle Thatſache ſeiner Wunde und der Schmerzen, die es hiedurch empfinden mußte, nur eine faſt vergeſſene Einzelheit war.
Gegen Mitternacht,— dergeſtalt hatte die Brocante, den Eifer des Mädchens unterſtützend, den Eſel zu ra⸗ ſchem Trabe angetrieben,— gegen Mitternacht kam man an der Barridre von Fontainebleau an.
Beim Gitter durch die Octroi⸗Beamten angehalten, brauchte die Brocante nur ihren Kopf zu zeigen und zu
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