Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1855)
Entstehung
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war bekleidet mit braunen Fetzen, rechts und links auf⸗ geleſenen Stoffen, welche an einander genäht, wie die Karte eines Schneiders, ein Muſter von allen Nnancen vom Brann zu bieten beſtimmt ſchienen.

Die zwiſchen ihren Beinen knieende Kleine hatte als ganzes Coſtume nur ein langes Hemd von roher Lein⸗ wand, dem ähynlich, mit welchem Scheffer Mignon be⸗ kleidet; di eſes Hemd nahm die Form einer Blouſe an, unſchloſſen, wie es war, an den Hüften von einer Art von grau und kirſchrothen baumwollenen Schnur, an deren Enden zwei große Eicheln ähnlich denen hingen, welche an den Vorhanghaltern dienen; der Hals und die Bruſt des Kindes waren verborgen unter einer ganz zerriſſenen, kirſchrothen wollenen Echarpe, welche mit der dunklen Nuance der Schuur harmonirie, ſo weit die Wolle mit der Baumwolle harmoniren kann.

Ihre gekrenzten Füße, auf denen ſie gekauert ruhte, waren nackt.

Es waren reizende Füße, ein Paar Füße einer Prin⸗ zeſſin, einer Andaluſierin, oder einer Zigennerin.

Was ihr Geſicht betrifft, das ſie der Thüre in dem Augenblick zuwandte, wo ſich dieſelbe öffnete, um Babolin und dem Schulmeiſter Eingang zu gewähren, ihr Geſicht hatte jene krankhafte Bläſſe der armen ver⸗ ſchmachtenden Blumen unſerer Vorſtädte; ihre Züge wa⸗ ren von einer bewunderungswürdigen Regelmäßigkeit und Reinheit; doch die abgemagerten Umriſſe dieſes leiden⸗ den Geſichtes trübten die Vewunderung. Die mit einem blauen Kreiſe umgebenen Augen, die Tiefe der Augen⸗ höhlen, die nnruhigen Blicke, die Halbflächen der ein⸗ gefallenen Backen, der wie eine Erinnerung des Hungers oder der Angſt halb geöffnete Mund, die ernſte Stirne, die ſaufte, harmoniſche Stimme, die ſpärlichen Worte, die ſie hören ließ, Alles trug dazu bei, ihrem Anblick etwas Seltſames, Fantaſtiſches zu verleihen, was unſernFreund Die Mohicaner von Paris. n. 2