Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*

N*

t )

E

n

7

15

Hunde hörte, welche in allen Tonarten bellten, kläfften und heulten.

Ich bin es, Mutter, ſagte Babolin, der ſich ein Sprachrohr aus ſeinen beiden Händen machte, die er ans Schlüſſelloch hielt;öffnet, ich bin mit Geſellſchaft da.

Wollt ihr wohl ſchweigen, wüthendes Geſindel! rief im Innern der Stube, ſich an die Meute wendend, die Stimme der Brocante;man hört ſich ſelbſt nicht hier. Wirſt du ſchweigen, Cäſar! wirſt dn ſchwei⸗ gen, Pluto! Stille, Alle!

Und auf den mit einer drohenden Stimme ausge⸗ ſprochenen Befehl trat eine ſolche Stille ein, daß man hätte eine Maus in dieſem Hauſe gehen hören, dem es übrigens nicht an Mäuſen fehlen mußte.

Du kannſt nun eintreten, Du und Deine Geſell⸗ ſchaft, ſagte die Stimme.

Und wie dies?

Du brauchſt nur die Thüre aufzumachen; der Riegel iſt nicht vorgeſchoben.

Oh! das iſt etwas Anderes, verſetzte Babolin.

Und er hob die Klinke auf, öffnete die Thüre, welche dem ungeduldigen Juſtin Einlaß gewährte, und ſtellte ihn vor ein Schauſpiel, das, ohne gerade äußerſt veih zu ſein, doch eine beſondere Beſchreibung ver⸗

ient.

Man denke ſich, in der That, eine Art von Halle in ihrer Länge und ihrer Breite getheilt durch zwei krenz⸗ weiſe Balken, deren Beſtimmung es war, das Dachwerk dieſes Speichers zu tragen, aus dem man eine Stube gemacht hatte; eine Decke, beſtehend aus Latten, die als Unterlage den Ziegeln des Dachſtuhles dienten, und durch deren Zwiſchenräume man den erſten Schimmer des Ta⸗ ges erſchauen konnte; an gewiſſen Stellen ſo bedrohliche Ausbauchungen des Daches, daß es außer Zweifel war, die Bedeckung werde beim erſten Sturmwinde einſtürzen! Man ſtelle ſich grane, fenchte Gypswände vor, an denen