Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1855)
Entstehung
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In dem Momente, wo er ſpielen wollte, entfielen zwei Thränen ſeinen Augen.

Er ſchob den Bogen unter ſeinen Arm, trocknete langſam ſeine feuchten Angenlider und fing an denſelben ernſten, ſchwermüthigen Geſang zu ſpielen, den Salvator und Jean Robert zwei Stunden vor dem Anfange dieſer Erzählung gehört hatten.

Man weiß, wie Salvator an die Thüre klopfte, wie die zwei Freunde von Juſtin eingeführt wurden, wie ſie ihn nach der Urſache ſeiner Thränen fragten, wie der Schulmeiſter ihnen ſeine Geſchichte zu erzählen einwilligte.

Dieſe Geſchichte iſt die, welche wir unſern Leſern ſo eben vor Angen gelegt haben.

Die zwei jungen Lente hörten ſie mit ſehr verſchie⸗ denartigen Eindrücken an.

Der Dichter war lebhaft bewegt bei gewiſſen Stel⸗ len: bei der Scene der Mutter, die ihren Sohn eher zum Unglück verdammt, als daß ſie ihn eine zweifelhafte Handlung begehen läßt, traten ihm die Thränen in die Augen.

Der Philoſoph hörte ſie vom Anfang bis zum Ende mit einer ſcheinbaren Unempfindlichkeit an; nur bebte er beim Namen von Fräulein Suſanne und Herru Loredan von Valgeneuſe; es war, als hörte er dieſe Namen nicht zum erſten Male ausſprechen, und jeder von ihnen ſchien in moraliſcher Hinſicht auf ihn denſelben Eindruck zu machen, den in phyſiſcher die Berührung eines harten Körpers bei einer ſchlecht geſchloſſenen Wunde macht.

Mein Herr, ſagte Jean Robert,wir wären un⸗ würdig, gehört zu haben, was Sie uns erzählt, ver⸗ ſuchten wir es, einem Manne wie Ihnen Alltagströſtun⸗ gen zu geben. Hier ſind unſere Adreſſen; bedürfen

Sie je zweier Freunde, ſo bitten wir Sie, uns den Vorzug zu geben.

Und zugleich riß Jean Robert ein Blatt aus ſeinem