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ſeine Augen offen gehalten, und die Müdigkeit des Glückes hatte ſie geſchloſſen!
Glücklicher Weiſe war an dieſem Tage Faſching⸗ Dienſtag und folglich Vacanz: es ſtand ihm alſo frei, ſich mit ſeinem Schmerz zu iſoliren, ihm zu Leibe zu gehen, mit ihm zu ringen, es zu verſuchen, ihn zu Bo⸗ den zu werfen.
Der Kampf dauerte den ganzen Tag. Nachdem er ſeine Mutter und ſeine Schweſter umarmt hatte, ging er bei Tagesanbruch aus; er wollte aufs Neue den Ort beſuchen, wo er in einer ſchönen Juninacht das Kind im Getreide und in den Blumen liegend gefunden hatte.
Es gab weder Kornblumen, noch Klapperroſen, noch blonde Aehren mehr; die Erde war, wie ſein Herz, kahl, entblößt, geſprungen durch den Winter.
Er erging ſich im Walde von Mendon, der ſo hei⸗ ter, ſo lachend, ſo voll Sonne und Grün, wenn er mit ſeinem Profeſſor darin luſtwandelte; er gelangte bis zu den Thoren von Verſailles.
Doch er hatte die Stärke, nicht bis zum Penſionat zu gehen.
Wozu ſollte es nützen, die Arme wiederzuſehen?
War er nicht ſicher, daß ſie fern von ſeinem Anblick weinte? war er nicht ſicher, daß ſie bei ſeinem Anblick noch mehr weinen würde?
Hoffnung blieb ihm keine mehr! Es war für ihn
klar, daß Mina einer reichen ariſtokratiſchen Familie
angehörte; und welche Ausſicht war vorhanden, daß man ſie ihm, dem Demüthigen, dem Armen, geben würde?
Er konnte ſie allerdings ſehen; das wollte er aber gerade nicht thun.
Juſtin kam Abends um zehn Uhr nach Hauſe; er hatte fünfzehn Meilen am Tage gemacht und fühlte nicht die geringſte Müdigkeit.
Seine Mutter und ſeine Schweſter erwarteten ihn, Beide unruhig.


