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Was den Pfarrer der Bouille betrifft,— er hatte nichts mehr in Paris zu thun; er ſetzte ſich um ſechs Uhr Abends wieder in den Wagen nach Ronen und nahm das verfluchte Geld mit, das ein ſo großes Un⸗ glück verurſacht hatte.
Während er ſich von dem Babylon entfernte, wo ſich bald unſer Drama entrollen wird, waren Juſtin und ſein Profeſſor wieder in die Stube der Schüler hinabgegangen, denen man aus-Anlaß der großen Feier⸗ lichkeit, welche ſtatthaben ſollte, und zugleich wegen des Faſching⸗Monntags. der ausnahmsweiſe in dieſem Jahre auf den Anfang des Februars ſfiel, Vacanz gegeben hatte.
Das düſtere Geſicht ſeines Zöglings flößte dem guten Müller eine tiefe Angſt ein; er fing an, in der Hoffnnng, ihn zu zerſtreuen, Juſtin an alle mögliche gemeinſchaftlich erlebte Geſchichten zu erinnern, und ging dabei bis zu dem Augenblick, wo das Zuſammen⸗ treffen mit dem kleinen Mädchen vorgefallen war.
Hier wollte er anhalten; nun war es aber Juſtin, der ſeinerſeits umſtändlich das anbetungswürdige Leben erzählte, das er ſeit ſechs Jahren geführt hatte.
„Wir find zu glücklich geweſen,“ ſagte er;„viele Ahnungen haben mir verkündigt, ich miſſe mich darauf vorbereiten, früher oder ſpäter den Sieg, den ich über mein ſchlimmes Geſchick davongetragen, thener zu be⸗ zahlen. Ich habe ſechs Jahre lang eine nnausſprech⸗ liche Glückſeligkeit genoſſen; das iſt beinahe das Sechs⸗ tel des Lebens: wenige Menſchen können daſſelbe ſagen. Ich habe die Freuden dieſer ſechs Jahre vergeſſen; ich werde das Unglück vergeſſen, wie ich die Freude ver⸗ geſſen habe: Frenden und Schmerzen werden ſich eines Tages in der grauen Tinte der Vergangenheit ver⸗ ſchmelzen. Seien Sie alſo nicht beſorgt um mich, mein lieber Meiſter; halten Sie mich nie für fähig, einen fin⸗ ſtern Vorſatz zu faſſen... Gehöre ich übrigens mir?


