Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

240

Nein, Juſtin erwartet ſie.

So gehe, ſprach Madame Corby;es gibt Au⸗ genblicke, wo einem das Warten ſo lange dünkt.

Schweſter Céleſte öffnete die Thüre; Mina wollte hinabgehen.

Nein, ſagte Schweſter Céleſte,hier!

Sie öffnete die Thüre gegenüber.

Es war die des von uns geſchilderten hübſchen Brautgemachs.

Juſtin ſtand mitten im Zimmer und hielt in der Hand, was dem Putze von Mina fehlte, was Madame Corby auf der Stirne der Waiſe geſucht hatte: den Hrangenblüthenkranz.

Mina begriff Alles.

Sie gab einen Freudenſchrei von ſich, erbleichte und ſtreckte die Hände aus, als wollte ſie eine Stütze ſuchen.

Die Stütze war da.

Juſtin machte nur einen Sprung und empfing ſie in ſeinen Armen.

Sodann, während er ſeine Lippen auf die von Mina drückte, ſetzte er ihr den Orangenblüthenkranz auf die Stirne.

So, in einem kleinen erſtickten Schrei, warb Juſtin um die Hand von Mina, und antwortete Mina, ſie willige ein, Juſtin zu heirathen.

Fünf Minuten nachher war Mina zu den Füßen von Madame Corby, welche, nachdem ſie den Kopf des Kindes betaſtet und das, was ſie zehn Minuten vorher vergebens geſucht, darauf gefunden hatte, ihre zitternde Hand emporhob und ſprach:

Im Namen alles Glückes, das ich Dir verdanke, ſegne ich Dich, mein Kind!

In dieſem Augenblick erſchienen drei Perſonen an

der Thüre. Das waren einmal Madame Desmarets und Su⸗

ſanne von Valgeneuſe; ſodann, hinter dieſen Damen; er⸗

F ge