Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1854)
Entstehung
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Mina ſchaute Schweſier Céleſte ganz verwun⸗ dert an.

Wer heirathet denn? fragte fie.

Das iſt ein Geheimniß!

Ein Geheimniß?

Ja.

Ah! ſage es mir! verſetzte das Kind, mit ſeinen hübſchen Händen die Wangen der alten Jungfer ſtrei⸗ chelnd.

Du wirſt das Juſtin fragen, erwiederte dieſe.

Oh! Juſtin! rief Mina,wie lange habe ich ihn nicht geſehen! Wo iſt er denns

Er wartet, bis Du angekleidet biſt.

Ah! dann will ich mich raſch ankleiden.

Und von Céleſte unterſtützt, kleidete ſich Mina in einem Nu an.

Was in der Regel am meiſten Zeit bei der Toilette der Frauen braucht, iſt der Kopfputz.

Doch ihre Haare kräuſelten ſich von Natur.

Ein Kammſtrich genügte, um ſie in dicken Locken

um ihre Finger zu rollen.

Fünf bis ſechs Locken fielen ſo auf jeder Seite ihrer Wangen herab, rollten auf ihre Schultern, verloren ſich in ihrer Bruſt, und Alles war geſchehen.

Nun bin ich angekleidet, Schweſter Céleſte, ſagte Mina.Wo iſt Juſtin?

Komm! erwiederte Céleſte.

Um aus der kleinen Wohnung wegzugehen, mußte man das Zimmer von Madame Corby durchſchreiten.

Die Blinde erkannte den Tritt von Mina⸗

Madame Corby, während ſie Mina küßte, griff mit der Hand nach ihrem Kopfe; es war, als ſuchte ſie Etwas.

Dieſes Etwas fehlte.

Sie hat Juſtin noch nicht geſehen? fragte die Mutter.