Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1854)
Entstehung
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Juſtin ging wieder hinein und ſchritt zu ſeiner Toilette. Sie ſolite ihm eine Stunde nehmen.

Er hatte lackirte Schuhe, durchbrochene ſeidene Strümpfe, einen ſchwarzen Frack und ſchwarze Beinklei⸗ der, eine weiße Weſte und eine weiße Halsbinde.

Er glättete ſeine ſchönen blonden Haare, welche auf ſeinen Hals herabfielen und ihm, nach der Behauptung von Müller, das deutſche Ausſehen gaben, das ſo ſehr dem alten Profeſſor gefiel, weil es ſeinen Zögling Weber ähnlich machte.

Gegen acht Uhr hörte er Geräuſch über ſeinem Kopfe.

Es waren die zwei Mädchen, welche aufſtanden.

Wenn wir ſagen die zwei Mädchen, ſo nehmen wir die Mitte des Alters von Mina und von Céleſte.

Mina zählte ſechzehn Jahre, Celeſte ſechsund⸗

zwanzig.

Das war eine Mitte von einundzwanzig Jahren.

Nachdem Mina erwacht, ſollten die ihr für die⸗ ſen feierlichen Tag vorbehaltenen Ueberraſchungen be⸗ ginnen.

Während das Mädchen ſeine erſte Toilette machte, ging Schweſter Céleſte hinaus und holte aus dem Zim⸗ mer des zukünftigen Ehepaars den ganzen weißen Putz mit Ausnahme des Kranzes von Orangenblüthen.

Plößzlich, als ſie ſich umwandte, ſah Mina auf ihrem Bette ausgebreitet den Unterrock von weißem Taffet, das Monſſelinekleid mit Spitzen und die ſeidenen Strümpfe.

Am Fuße des Bettes ſtanden weiße Atlaßſchuhe.

Mina ſchaute alle dieſe Gegenſtände mit Erſtau⸗ nen an.

Für wen das? fragte ſie.

Ei! für Dich, Schweſterchen.

Sammle ich zufällig heute Almoſen? ſagte Mina lächelnd.

Nein, Du biſt bei der Hochzeit.

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