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Dann entfernte ſich Müller.
Juſtin nahm ſein Violoncell aus ſeinem Kaſten, ſchloß es zwiſchen ſeine Knten und ſpielte, mit ſeinem Bo⸗ gen zwei Zoll über den Saiten ſtreichend, in Gedanken eines der heiterſten Motive von I Matrimonio segreto, das er mit den übertriebenſten Phantaſien ſchmückte.
Um drei Uhr entſchloß er ſich endlich, zu Bette zu gehen, doch er war zu glücklich und folglich zu ſehr auf⸗ geregt, um ernſtlich zu ſchlafen; überdies hätte er, ernſt⸗ lich ſchlafend, das Gefühl ſeines Glückes verloren.
Man hätte glauben ſollen, er entſchlufe nur in der Hand haltend, was ihn zum Erwachen zurückführte, wie der Taucher das Seil hält, das ihn, wenn er in der Tiefe des Waſſers erſtickt, an die Oberfläche des Mee⸗ res zurückbringen ſoll.
Um ſechs Uhr war er auf den Beinen.
Er begriff die Langſamkeit der Zeit nicht; die Pen⸗ deluhr ging zu ſpät, die große Feder der Sonne war zerbrochen, der Tag würde nie kommen!
Der Tag kam um halb acht Uhr, wie er im Hofe kam; es war hier in Wahrheit nie er, ſondern nur ein Namensleiher.
Juſtin ging zur Hausthüre, um hinauszuſchanen.
Was wollte er dort ſehen?
Er wußte es ſelbſt nicht; es gibt Augenblicke, wo man die Thüre öffuet, als vb man Jemand erwartete..
Er erwartete das Glück.
Das Gläck, das ſo ſelten kommt, wenn man ihm die Thüre zum Voraus öffnet!
Es waren ſchon Buden offen; es waren ſchon Nach⸗ barn auf der Schwelle ihrer Hausthüre.
Mehrere Perſonen machten Juſtin Zeichen.
Der Bäcker gegenüber, ein dicker Handwerksmann mit mehligem Geſichte und prallen Bauche, rief ihm zu:
„He! es iſt alſo heute, Nachbar?“


