232
der, wie Juſtin, einer ihrer Bekannten war, obgleich Beide ſie nicht kannten,— daß Juſtin alsbald ſeine Meinung über ſie änderte
Sodann, wie die guten Herzen, welche im guten Eindruck weiter gehen, als im ſchlechten, neigte er ſich an das Ohr von Madame Corby und ſagte leiſe:
„Meine Mutter, Mina ſcheint die Trennung von ihrer Freundin lebhaft zu bedauern; ich möchte nicht, daß Mina morgen das geringſte Leid hätte: wenn wir Fräulein Suſanne einlüden, den morgigen Tag bei uns zuzubringen?“
„Sie würde es aueſchlagen,“ erwiederte die Mutter.
Mit dem Tacte einer Blinden hatte Madame Corby in der Stimme von Fräulein von Valgeneuſe gewiſſe Saiten erkannt, welche, hart klingend, ihr eine ſchlimme Vermuthung über die freundſchaftlichen Empfindungen des Mädchens eingaben.
„Aber wenn ſie annimmt?“ verſetzte Inſtin.
„Unſer Haus iſt ein ſehr armes Haus für ein ſo reiches Fräulein!“
„Sie wird morgen nach der Feier zurückkehren, und heute Nacht wird ſie in meinem Zimmer ſchlafen.“
„Doch wo wirſt Du ſchlafen?“
„Ah! ich werde wohl einen Ort finden, um ein Gurtbett unterzubringen.“
„Wer wird aber das Fräulein zurückführen?“
„Sie haben Recht, meine Mutter.“
Man zog die Vorſteherin über dieſe große Frage zu Rath, und das Reſultat der Berathung war: am anderen Tage würden die Vorſteherin der Penſion und Fräulein Suſanne von Valgenenſe in Paris gegen zehn Uhr Morgens aukommen, der Trauung beiwohnen und nach der Ceremouie nach Verſailles zurückkehren.
Man theilte dieſen Plan Fräulein Suſanne mit, ſie nahm ihn mit Freuden an, obgleich man ſie in Un⸗
wiſ nac
Fre
Brr hab
ſie i eber
woh ſo 1 nach
zurü
Frei
Thr verk men Suſ der
erwe
mal ſich!
umar um1 Mad
lich z und


