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und von Suſanne Abſchied nehmen zu dürfen, eine dop⸗ pelte Erlaubniß, die ſie ohne Mühe erlangte.
Man kam überein, daß ſie von ihrem Stübchen Ab⸗ ſchied nehmen und bei ihrer Rückkehr Suſanne im Salon finden ſollte.
Mina ging mit der Hand, mit dem Kopfe und mit dem Lächeln grüßend weg.
Ihr Zimmer lag im Erdgeſchoße auf der andern Seite des Hauſes, und ſie hatte nur den Corridor zu durchſchreiten.
Sie trat ein, grüßte religiöſer Weiſe jeden Gegen⸗ ſtand, jedes Geräth, wie man Freunde grüßt, denen man Lebewohl ſagen will, kniete vor dem Betpulte nie⸗ der und ſprach dieſelben Dankgebete die ſie in dem klei⸗ nen Hauſe des Faubourg Saint⸗Jacques am Tage nach ihrer Ankunft geſprochen hatte.
Mittlerweile hatte man Suſanne in den Salon herabkommen laſſen.
Es war eine ſchöne Perſon von ungefähr neunzehn Jahren, mit großen ſchwarzen Angen, denen man nichts vorwerfen konnte, als ein wenig natürliche Härte, die ſich aber nach dem Willen des Mädchens wunderbar milderten; ſie hatte ſchwarze Haare und Brauen, welche vollkommen mit ihren Augen harmonirten; ſie war groß und ſchlank, hatte einen kurzen, gebieteriſchen Ton, und roch auf eine Meile nach Ariſtokratie.
Der erſte Anblick des Mädchens wirkte nicht ſym⸗ pathetiſch auf Juſtin.
Bei der Nachricht aber, daß ſie auf immer von Mina getrennt werden ſollte, ſchien Suſanne ein ſolches Leid zu fühlen, daß der in ihrem Geſichte zu leſende Eindruck tiefer Betrübniß genügte, um Juſtin zu ihr zurückzuführen.
Ueberdies hatte Suſanne Madame Corby ſo freund⸗ lich gegrüßt, Schweſter Ceéleſte ſo herzlich die Hand ge⸗ reicht, ſo anſtändig dem alten Profeſſor zugelächelt,—


