Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1854)
Entstehung
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Mein lieber Petrus, antwortete der junge Mann, welcher der Gegenſtand einer Diatribe geweſen, bei der wir, ſo weit es in unſerer Macht lag, den Geiſt beibehielten, der zu jener Zeit in den Ateliers gäng und gäbe war,mein lieber Petrus, Du biſt nur halb trunken, doch Du biſt ganz Gasconier.

Ah! gut! ich bin von Saint⸗Lo! Wenn es Gas⸗ conier in Saint⸗Lo gibt, ſo wollen wir auch behaupten, es gebe Normannen in Tarbes.

Nun denn! ich ſage Dir, Gasconier von Saint⸗ Lo! Du ſtellſt Fehler zur Schau, die Du nicht haſt, um gute Eigenſchaften, die Du beſitzſt, zu verkleiden. Du ſpielſt den Sittenloſen, weil Du naiv zu ſcheinen be⸗ fürchteſt; Du ſpielſt das ſchlimme Subject, weil Du gut zu ſcheinen errötheſt! Du biſt nie in den Verſchlag der Löwen eingetreten; Du biſt nie in den Graben der Bären hinabgeſtiegen, und Du haſt nie den Fuß in eine Schenke der Halle geſetzt, ebenſo wenig als Ludovic, ebenſo wenig als ich, ebenſo wenig als die jungen Leute, die ſich achten, oder die Handwerker, welche arbeiten.

Amen! ſprach Petrus gähnend.

Gähne und ſpotte, ſo lange Du willſt, prunke mit Deinen eingebildeten Laſtern, um die Gallerien zu blen⸗ den, weil Du haſt ſagen hören, alle große Männer haben Laſter gehabt, Andrea del Sarto ſei Dieb geweſen, Rembrandt Völler; doch vor uns, die wir Dich als gut kennen, doch vor mir, der Dich wie einen jüngeren Bruder liebt, bleibe, was Du biſt, Petrus: offenherzig und naiv, gefühlvoll und enthuſiaſtiſch. Ei! mein Lieber, wenn es erlaubt iſt, blaſirt, abgeſtumpft

zu ſein, meiner Anſicht nach iſt dies nie erlaubt, ſo ſei es geſtattet, wenn man geächtet war wie Dante, verkannt wie Macchiavelli, oder verrathen wie Byron. Biſt Du verrathen, verkannt oder geächtet geweſen? Betrachteſt Dn das Leben von der traurigen und un⸗