Nacht und gegen zehn Sous für die anderen Nächte ein Recht auf ein beſonderes Zimmer. Von da werden die Männer nach der Force oder nach Bicötre, die Mädchen nach den Madelonettes in der Rue des Fontaines, beim Temple, die Diebinnen nach Saint⸗Lazare in der Rue du Faubourg Saint⸗Denis geſchickt.
Die Hinrichtungen finden auf der Grove ſtatt.
Herr von Paris*) wohnt in der Rue des Marais Nr. 43.
Die erſte Frage, die der Leſer an ſich ſelbſt macht, oder die er an uns machen würde, wenn wir ihm nicht ent⸗ gegen kämen, iſt:„Da die Polizei weiß, wo die Diebe zu nehmen ſind, warum nimmt ſie dieſelben nicht?“
Die Polizei kann nur auf friſcher That verhaften; das Geſetz iſt in dieſem Punkte poſitiv, und die Diebe aller Klaſſen wiſſen das wohl.
Könnte die Polizei anders verhaften, als mit der Hand in der Taſche, ſo brauchte ſie, da ſie faſt Alle kennt, nur ihr Garn in allen Winkeln und Höhlen von Paris auszuwerfen, und es gäbe keine Diebe mehr, oder in jedem Falle ſo wenig, daß es nicht der Mühe werth wäre, ſich darüber zu beklagen.
Heute beſteht keine von dieſen Freiſchenken mehr: die einen ſind bei den Abbrüchen verſchwunden, welche die Verſchönerung von Paris nothwendig macht; die andern ſind geſchloſſen, erloſchen, todt.
Bordier allein iſt am Leben geblieben; doch die Freiſchenke von 1827 iſt ein eleganter Laden von Spe⸗ zereiwaaren geworden, wo man getrocknete Früchte, Con⸗ fituren und feine Liqueurs verkauft, und hat nichts mehr von der unſaubern Höhle, in welche wir unſere Leſer zu führen genöthigt ſind.
*) Das iſt der Titel des Henkers.
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