Teil eines Werkes 
9.-10. Bdchn (1845)
Entstehung
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Caſſerole verlaſſen, wo er eben das Abendbrod für den König von Navarra bereitete, und war herbeigelaufen.

Mein lieber La Hurière, ſagte Heinrich,ich em⸗ pfehle Euch Herrn von Mouy, obgleich ich ſehr befürchte, daß nichts mehr für ihn zu thun iſt. Schafft ihn in Euer Haus, und wenn er noch lebt, ſpart nichts; hier iſt meine Börſe; was den Andern betrifft, ſo laßt ihn in der Goſſe liegen, wo er wie ein Hund verfaulen mag.

Aber Ihr? fragte La Hurieère.

Ich habe ein Lebewohl zu ſagen. Ich laufe und 2 zehn Minuten bin ich bei Euch; haltet meine Pferde

ereit.

Heinrich fing wirklich an in der Richtung des klei⸗ nen Hauſes der Croir⸗des⸗Petits⸗Champs fortzulaufen; als er aber aus der Rue de Grenelle hervorkam, blieb er vom Schrecken gefeſſelt ſtehen.

Eine zahlreiche Gruppe war vor der Thüre ver⸗ ſammelt.

Was gibt es denn in dieſem Hauſe? fragte Hein⸗ rich,was iſt geſchehen?

Oh! ein großes Unglück, Herr, antwortete der⸗ jenige, an welchen er ſich wandte.Eine ſchöne junge Dame iſt von ihrem Manne erdolcht worden, dem man ein Billet zugeſtellt hatte, um ihn zu benachrichtigen, ſeine Frau wäre mit einem Liebhaber zuſammen.

Und der Mann? rief Heinrich.

Er iſt gerettet.

Die Frau? 4

Sie iſt dort.

Todt?

Noch nicht, aber Gott ſey Dank, nicht viel beſſer.

Oh! rief Heinrich,ich bin alſo verflucht!

Und er ſtürzte in das Haus.

Das Zimmer war voll von Menſchen; alle dieſe Menſchen umgaben ein Bett, auf welchem die arme Char⸗ lotte, von zwei Dolchſtichen durchbohrt, ausgeſtreckt lag.