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„Verſprochen, aber nicht geſchworen,“ verſetzte René und machte eine Bewegung rückwärts.
„Ich ſchwöre es Euch,“ ſprach Heinrich, ſeine rechte Hand über dem Haupte des Königs ausſtreckend.
„Wohl, Sire,“ ſagte der Florentiner haſtig,„der König von Polen kommt.“
„Nein,“ erwiederte Heinrich,„der Courier iſt durch König Karl aufgehalten worden.“
„Der König Karl hat nur einen auf der Straße nach Chateau⸗Thierry aufgehalten; aber die Königin Mutter hat in ihrer Vorſicht drei auf verſchiedenen Wegen abgeſchickt.“
„Oh, wehe mir!“ rief Heinrich.
„Ein Bote iſt dieſen Morgen von Warſchau ange⸗ kommen. Der König reiſte hinter ihm ab, ohne daß Jemand daran dachte, ſich zu widerſetzen; denn in War⸗ ſchau wußte man noch nichts von der Krankheit des Königs. Der Bote iſt Heinrich von Anjou nur um einige Stunden voran.“
„Oh! hätte ich doch wenigſtens acht Tage!“
„Ja, aber Ihr habt nicht einmal acht Stunden. Hörtet Ihr das Geräuſch der Waffen, die man in Be⸗ reitſchaft ſetzt?“
„J
„Dieſe Waffen, man hält ſie für Euch bereit; ſie werden kommen und Euch ſogar hier in dem Zimmer des Königs morden.“„
„Der König iſt noch nicht todt.“
René ſchaute Karl feſt an.
„In zehn Minuten wird er es ſeyn. Ihr habt alſo noch zehn Minuten, weniger zu leben.“
„Was ſoll ich thun? 2
„Fliehen, ohne eine Minute, ohne eine Secunde zu verlieren.“
„Aber wie dies? Wenn ſie im Vorzimmer warten, werden ſie mich tödten, ſobald ich hinauskomme.“ „Hört, ich wage Alles für Euch. Vergeßt es nie.“
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