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König, nicht mehr für lange Zeit, ich weiß es wohl, aber es bedarf nicht langer Zeit, um die Mörder und Giftmi⸗ ſcher zu beſtrafen.“
„Wohl, ſo gebt dieſen Befehl, wenn Ihr es wagt. Ich, ich werde die meinigen geben. Kommt, Franz, kommt!“
Und ſie ging, den Herzog von Alengon mit ſich ziehend, raſch hinaus.
„Nancey!“ rief Karl.„Nancey, herbei, herbei! Ich befehle es, ich will es, verhaftet meine Mutter, verhaftet meinen Bruder, verhaftet...“
Ein Blutſtrom ſchnitt Karl das Wort in dem Au⸗ genblick ab, wo der Kapitän der Garden die Thüre öffnete und der König röchelte halb erſtickt auf ſeinem Beite:
Nancey hatte nur ſeinen Namen gehört. Die Be⸗ fehie, welche darauf gefolgt waren, hatten ſich, minder deutlich ausgeſprochen, in der Luft verloren.
„Bewacht die Thüre,“ ſagte Heinrich,„und laßt Niemand eintreten.“
Nancey verbeugte ſich und ging ab.
Heinrich richtete ſeine Augen wieder auf den leb⸗ loſen Koͤrper, den man fur eine Leiche hätte halten können, wurde nicht ein leichter Hauch die Schaumfranſe bewegt haben, welche ſeine Lippen umgab.
Er betrachtete den König lange und ſagte dann, mit ſich ſelbſt ſprechend:
„Das iſt der entſcheidende Augenblick,.. ſoll ich regieren? ſoll ich leben?“
In derſelben Sekunde hob ſich der Vorhang des Al⸗ koven, ein bleiches Haupt erſchien dahinter und eine Stimme ertönte mitten unter dem Schweigen des Todes, das in dem königlichen Zinmer herrſchte.
„Lebt,“ ſagte dieſe Stimme.
„René!“ rief Heinrich.
„Ja, Sire.“
„Deine Weiſſagung iſt alſo falſch: ich werde nicht König ſeyn?“ rief Heinrich.
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