Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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rigkeit das Glück getrübt, das ſie mir verſprochen hatte. Ich habe durch meinen Sohn erfahren, als ich mich deſ⸗ ſen am wenigſten verſah, daß die Vorſehung Euch wieder vereinigt hat; ich wollte aber, daß dieſes Geheimniß nur von uns Dreien gekannt ſei, und deshalb ließ ich ihn bei dem Glauben, als er mich fragte, ich wiſſe von nichts.

Obgleich mein Tod Euer Glück begründet hätte, ſo hat mich Triſtan dennoch mit kindlicher Ergebenheit in meiner Krankheit behandelt. Nun hört mich an. Ich bin alt. Ich habe nur noch wenige Jahre, vielleicht nur we⸗ nige Tage zu leben. Mein Sohn, den ich ſeit einigen Tagen wiedergefunden, geht nach Paris, um ſich dort zu verheirathen; es iſt vorauszuſehen, daß er ſich ganz ſeiner neuen Familie widmen wird. Ich habe nur noch eine Freude, eine Stütze, die iſt Louiſe; deshalb, mein Freund, bitte ich Sie, bringen Sie mir das letzte Opfer und ge⸗ ſtatten Sie, daß ſie mich bei den letzten Schritten meines Lebens begleite.

Sie lieben aber Ihre Srun und es iſt vorauszuſehen, daß Sie früher oder ſpäter unter dem Opfer, welches Sie ſich aufgebürdet, erliegen werden, daß Sie vielleicht jetzt ſchon, dieſes ſeltſamen Lebens müde, ein Mittel erſonnen, es zu ändern, oder wohl gar zu brechen antworten Sie mir, habe ich Recht?