Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Laßt Gott, die Vorſehung oder den Zufall das

Uuebrige thun.

Franz kannte ſeine Mutter hinreichend, um zu wiſſen, daß es nicht ihre Gewohnheit war, Gott, der Vorſehung

der dem Zufall die Sorge zu überlaſſen, ihre Freund⸗

ſchaft pper ihren Haß zu unterſtützen. Aber er hütete ſich wohl, ein Wort beizufügen, verbeugte ſich wie ein Menſch, der den Auftrag den man ihm gibt, übernimmt, und zog ſich in ſeine Gemächer zurück.

Was will ſie damit ſagen? dachte der junge Mann,

die Treppe hinauſſteigend,ich weiß es nicht. Das iſt

mir aber ganz klar, daß ſie gegen einen gemeinſchaftlichen Feind handelt. Wir wollen ſie machen laſſen.

Während dieſer Zeit erhielt Margarethe durch Ver⸗ mittlung von La Mole einen Brief von Herrn von Mouh mit der Adreſſe des Königs von Navarra. Da dieſe zwei erhabenen Eheleute in der Politik kein Geheimniß vor ein⸗ ander hatten, ſo entſiegelte ſie dieſen Brief und las ihn. Ohne Zweifel kam ihr derſelbe intereſſant vor, denn die Dunkelheit benützend, welche bereits an den Mauern des Louvre herabzufallen anfing, ſchlüpfte Margareihe in den geheimen Gang, ſtieg die Wendeltreppe hinauf und eilte, nachdem ſie aufmerkſam überall umher geſchaut hatte, raſch wie ein Schatten vorwärts und verſchwand in dem Vor⸗ zimmer des Känigs von Navarra.

Dieſes Vorzimmer wurde ſeit der Entfernung von Orthon von Niemand mehr bewacht.

Dieſe Entfernung, welche wir ſeit dem Augenblicke, wo ſie der Leſer auf eine ſo tragiſche Weiſe für den ar⸗ men Orthon vor ſich gehen ſah, nicht mehr bexührten, hatte Heinrich ungemein beunruhigt. Er ſprach darüber mit Frau von Sauve und mit ſeiner Gemahlin, aber weder die Eine noch die Andere war beſſer unterrichtet als er. Frau von Sauve gab ihm nur einige Auskunft, der zu Folge es dem Geiſte von Heigrich ganz klar wurde, daß