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„Habt Ihr denn nicht wahrgenommen, daß er Hen⸗ riot, ſeinen Henriot liebt?“
„Allerdings, meine Mutter.“
„Und daß er dafür belohnt wird, denn derſelbe Henriot vergißt, daß ſein Schwager ihn in der Bartholomäusnacht erſchießen wollte, und legt ſich auf den glatten Bauch, wie ein Hund, der die Hand leckt, welche ihn geſchlagen hat.“
„Ja ja“ murmelte Franz,„ich habe es bereits be⸗ merkt, Heinrich iſt ſehr unterthänig gegen meinen Bruder Karl.“
„Er iſt wahrhaft erfindungsreich, um ihm in allen Stücken zu gefallen.“
„So ſehr, daß er ärgerlich, von dem König über ſeine Unwiſſenheit in der Falknerei verſpottet zu werden, nun die Beize ſtudiren will. Geſtern noch fragte er mich, ob ich nicht einige gute Bücher hätte, welche dieſe Kunſt behandelten.“
„Halt,“ ſprach Catharina, deren Augen funkelten, als durchzuckte ein raſcher Gedanke ihren Geiſt;„halt!.. Und was habt Ihr ihm geautwortet!“
„Ich würde in meiner Bibliothek ſuchen.“
5„Gut,“ verſetzte Catharina,„gut, er ſoll dieſes Buch haben.“
„Aber ich ſuchte, Madame, und fand nichts.“
„Ich werde finden, und Ihr gebt ihm das Buch, als ob es von Euch käme.“
„Und was wird daraus erfolgen?“
„Habt Ihr Vertrauen zu mir, Alencon?“
„Ja, Mutter.“
„Wollt Ihr mir blindlings in Beziehung auf Heinrich gehorchen, den Ihr nicht liebt, was Ihr auch ſagen möget.“
Alencon lächelte.
„Und den ich meines Theils haſſe,“ fuhr Catha⸗ rina fort.
„Ja, ich werde gehorchen.“
„Am Morgen der nächſten Jagd holt das Buch hier. Ich gebe es Euch, Ihr bringt es Heinrich und.


