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„Gegen wen, Sire?“
„Gegen Heinrich, gegen Franz oder gegen mich?“
„Sire, wir hatten die Verzichtleiſtung Eures Schwa⸗ gers, die Beiſtimmung Eures Bruders, und waren, wie ich zu bemerken die Ehre gehabt habe, auf dem Wege, Eure Majeſtät um ihre Einwilligung zu bitten, als die unglückliche Geſchichte mit Herrn von Maurevel da⸗ zwiſchen kam.“
„Nun, meine Mutter,“ ſagte Karl,„in Allem dem ſehe ich nichts Schlimmes. Es lag in Eurem Rechte, Herr von Mouy, einen König zu verlangen. Ja, Na⸗ varra kann und muß ein getrenntes Königreich ſeyn. Mehr noch, dieſes Königreich ſcheint ausdrücklich gemacht zu einer Dotation für meinen Bruder Alencon, der ſtets ein ſo großes Gelüſte nach einer Krone gehabt hat, daß er, wenn wir die unſerige tragen, ſeinen Blick nicht da⸗ von abzuwenden vermag. Das Einzige, was ſich dieſer Thronbeſteigung widerſetzte, war das Recht von Henriot; da jedoch Henriot freiwillig darauf Verzicht leiſtet....“
„Freiwillig, Sire.“
„So ſcheint es, daß es der Wille Gottes iſt. Herr von Mouy, es ſteht Euch frei, zu Euern Brüdern zurückzukehren, die ich vielleicht etwas hart beſtraft habe; aber das iſt eine Angelegenheit zwiſchen Gott und mir, und ſagt ihnen, da ſie meinen Bruder, den Herzog von Alengon, zum König haben wollen, ſo füge ſich der Kö⸗ nig von Frankreich ihren Wünſchen. Von dieſem Augen⸗ blick an iſt Navarra ein Königreich und ſein Souverain heißt Franz. Ich verlange nur acht Tage, daß mein Bruder Paris mit dem einem König gebührenden Glanze und Gepränge verlaſſe. Geht, Herr von Mouh, geht. von Nancey, laßt Herrn von Mouy hinaus, er iſt rei.“
„Sire,“ ſprach von Mouy, einen Schritt vorge⸗ hend,„erlaubt Eure Majeſtät....
„Ja,“ erwiederte der König.
Und er reichte dem jungen Hugenotten die Hand.
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