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„Mouy!“ rief der König.„Was gibt es denn, mein Herr?“
„Ei, Sire,“ erwiederte Herr von Mouy mit vollkom⸗ mener Ruhe,„wenn mir Euere Majeſtät die Erlaubniß dazu gibt, ſo werde ich dieſelbe Fräge an ſie richten.“
„Statt dieſe Frage an den König zu thun,“ ſprach Catharina,„habt die Güte, Herr von Mouy, meinem Sohne zu ſagen, wer der Menſch war, der ſich in einer gewiſſen Nacht in dem Zimmer des Königs von Na⸗ varra befand und in dieſer Nacht im Widerſtand gegen die Befehle Seiner Majeſtät zwei Garden getödtet und Herrn von Maurevel verwundet hat?“
„Wirklich,“ ſprach Karl die Stirne faltend,„ſolltet Ihr den Namen dieſes Menſchen wiſſen, Herr von Mouy?“
„Ja, Sire. Wünſcht ihn Euere Majeſtät zu kennen?“
„Es würde mir Verguügen machen, ich geſtehe es.“
„Wohl, Sire, er hieß Mouy von Saint⸗Phale.“
„Ihr alſo?“
„Ich ſelbſt.“
Erſtaunt über dieſe Kühnheit wich Catharina einen Schritt vor dem inngen Manne zurück.
„Und wie konutet Ihr es wagen, Widerſtand gegen die Befehle des Konigs zu ſagte Karl IX.
„Sire, einmal wußte ich nicht, daß es ein Befehl Eurer Majeſtät war; dann ſah ich nur Ding, oder viel⸗ mehr einen Meuſchen, Herrn von Maurevel, den Mörder
meines Vaters und des Herrn Admirals. Da erin⸗
nerte ich mich, daß in dem Zimmer, in welchem wir uns befinden, vor anderthalb Jahren am Abend des 24. Auguſt Eure Majeſtät mir perſönlich verſprochen harte, uns Gerech tigkeit gegen den rder widerfahren zu laſſen. Da nun ſeit jener Zrit ſehr ernſte Ereigniſſe vorgefallen ſind, ſo d uchle ich, der König wäre unwill⸗ kührlich von ſeinem Verlangen wieder abgekommen. Als ich aber Herrn von Manrevel in meinem Bertiche 19*


