282 „Alſo hat er unſern Plan ſcheitern gemacht?“
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„Er verräth uns alſo?“-
„Noch nicht; aber wird uns bei der erſten Gelegen⸗ heit verrathen“
„Feiges Herz, treuloſer Geiſt! Warum hat er auf die Briefe, die ich ihm ſchrieb, nicht geantwortet?“
„Um Beweiſe zu haben und keine zu geben. Mitt⸗
lerweile iſt Alles verloren, nicht wahr, Mouy?“
„Im Gegentheil, Sire, Alles iſt gewonnen; Ihr wißt wohl, daß die ganze Partei, abgeſehen von der Fraction des Prinzen Condé, fur Euch war und ſich des Herzogs, mit dem ſie ſich ſcheinbar in Verbindung ſetzte, nur als einer Schutzwache bedeente. Seit dem Tage der Ceremonie habe ich Alles mit Euch in Ver⸗ ein gebracht, Alles an Eure Perſon geknüpft. Hundert Mann genügten Euch, um mit dem Herzog von Alcenon zu entfliehen; ich habe fünfzehnhundert aufgeboten; in acht Tagen ſtehen ſie, auf der Straße von Pau aufge⸗ ſtellt, bereit. Das wird keine Flucht mehr ſeyn, ſondern
ein Rückzug. Genügen Euch fünfzehnhundert Mann,
Sire, und glaubt Ihr Euch mit einer Armee in Si⸗ cherheit?“*
Heinrich lächelte, klopfte ihm auf die Schulter und ſprach:
„Du weißt, Mouy, Du allein weißt es, der König von Navarra iſt ſeiner Natur nach nicht ſo erſchrocken, als man glaubt.“
„Ei! mein Gott, ich weiß es wohl, und binnen Kurzem wird es ganz Frankreich erfahren, wie ich. Aber wenn man conſpirirt, muß man ſiegen. Die erſte Be⸗ dingung des Sieges iſt die Entſcheidung, und damit die Entſcheidung raſch, vffen, eingreifend ſey, muß man
überzeugt ſeyn, daß es gelingen wird. Wohl, Sire,“
fuhr von Mouy fort,„es iſt Jagd....“ „Alle acht bis zehn Tage, entweder Parforcejagd oder Beize.“
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