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welche ſeit ihrem Beſtande Zeugin vieler ſolcher Stürze hatte ſeyn müſſen, durchwühlte den Körper, nahm den Brief, verſicherte ſich, daß es derjenige war, welchen ſie zu haben wünſchte, ſtieß mit dem Fuße den Leichnam zu⸗ rück und drückte mit dem Daumen an einer Feder; der Boden wankte und von ſeinem eigenen Gewichte fortge⸗ zogen glitt der Leichnam über die ſchiefe Fläche hinab und verſchwand in der Richtung der Seine.
Dann ſchloß ſie die Thüre, ſtieg wieder hinauf, ging in ihr Cabinet und las das Billet, welches in fol⸗ genden Worten abgefaßt war:
„Dieſen Abend um zehn Uhr, Rue de lArbre⸗Sec, Gaſthof zum Schönen Geſtirne. Wenn Ihr kommt, ſo antwortet nicht, kommt Ihr nicht, ſo ſagt dem Ueber⸗ bringer Nein.“
Von Mouy Saint⸗Phale.
Als Catharina dieſes Billet geleſen hatte, trat ein Lächeln auf ihre Lippen, ſie dachte nur an den Sieg, den ſie davon tragen ſollte, und vergaß völlig, um wel⸗ chen Preis ſie dieſen Sieg erkaufte.
Was war aber auch Orthon? Ein treues Herz, eine ergebene Seele, ein ſchönes Kind— und weiter nichts.
Das vermochte, wie man ſich leicht denken kann, nicht einen Angenblick die Schale der Wage hinabzu⸗ drücken, worauf die Geſchicke der Völker gewogen werden.
Als Catharina das Billet geleſen hatte, ſtieg ſie ſogleich zu Frau von Sauve hinauf und ſteckte es hinter den Spiegel.
Bei ihrer Rückkehr fand ſie am Eingang des Cor⸗ ridors den Kapitän der Garden.
„Madame,“ ſagte Herr von Nancey,„das Pferd ſteht den Befehlen Euerer Majeſtät gemäß bereit.“
„Mein lieber Baron,“ erwiederte Catharina,„das Pferd iſt uunöthig: ich habe den Jungen zum Sprechen gebracht, und er iſt in der That zu albern, als daß ich ihm das Geſchäft übertragen könnte, das ich ihm anver⸗
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