Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

erſtaunten jungen Menſchen zu, ging einige Schritte vor⸗ wärts und legte ihre Hand an die Mauer.

Der Jünaling blieb indeſſen zögernd ſtehen. Er konnte nicht glauben, die Gefahr, die er über ſeinem Haupte hatte zuſammenziehen ſehen, ſey beſeitigt.

Zittere nicht ſo, ſprach Catharina,habe ich Dir nicht geſagt, es ſtehe Dir frei, zu gehen, und wenn Du zurückkommen wollteſt, wäre Dein Glück gemacht?

Ich danke, Madame, erwiederte Orthon.Ihr begnadigt mich alſo?

Mehr noch, ich belohne Dich, Du biſt ein guter Briefträger, ein vortrefflicher Liebesbote; nur vergiſſeſt Du, daß Dich Dein Herr erwartet.

Ah! das iſt wahr, ſprach der Jüngling und eilte nach der Thüre.

Aber kaum hatte er drei Schritte gemacht, als der Boden unter ſeinen Füßen wich. Er wankte, ſtreckte ſeine beiden Hände von ſich, ſtieß einen furchtbaren Schrei aus und verſchwand in der Oubliette des Louvre, an deren Feder Catharina gedrückt hatte.

Gut, murmelte Catharina,nun werde ich wegen der Standhaftigfeit dieſes Bürſchen hundert und fünfzig Stufen hinabſteigen müſſen.

Catharina ging in ihre Wohnung, zündete eine Blendlaterne an, kehrte in den Corridor zurück, brachte die Feder wieder in Ordnung, öffnete die Thüre einer Wendeltreppe, welche ſich in die Eingeweide der Erde zu verſenken ſchien, und gedrängt von dem nnerſättlichen Durſte einer Neugierde, die nur die Dienerin ihres Haſſes war, gelangte ſie an eine eiſerne Thüre, die ſich rück⸗ wärts öffnete und auf den Grund der Oubliette ging.

Hier lag blutig, zermalmt, gerädert durch einen Sturz von hundert Fuß, aber noch zuckend, der arme Orthon. Hinter der Mauer hörte man das Waſſer der Seine rollen, welches eine unterirdiſche Infiltration bis an den Fuß der Treppe führte.

Catharina trat in die feuchte, übelriechende Grube,

der che erg nic drü

ſog den

rid: ſte Pf

geb ihn