Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Ah, ſem Du ng. um

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Ich? nichts: ich gehe ſpazieren, ich ſchweife umher.

Wohl, ich werde ſpazieren gehen, wie Du, ich werde mit Dir umherf ifen; das iſt ein reizender Zuſtand. Wenn man Dich ſodann angreift, ſo ſind wir zu zwei, und wir werden ihnen wohl zu ſchaffen machen. Ah, Dein Inſekt von einem Herzog mag kommen; ich ſpieße ihn wie einen Schmetterling an die Wand.

Verlange doch Deinen Abſchied von ihm.

Das werde ich thun.

Benachrichtige ihn wenigſtens, daß Du ihn verläſſeſt.

Nichts iſt gerechter, und ich willige auch ein; ich werde ihm ſchreiben!

Ihm ſchreiben, Coconnas, das iſt ſehr keck, einem Prinzen von Ge lüt ſchreiben.

Ja, von Geblüt, dem es nach dem Geblüt meines Freundes gelüſtet. Höre wohl, rief Coconnas, ſeine großen tragiſchen Augen im Kopfe rollend, jich mache mir einen Spaß aus dergleichen Etiquette⸗Angelegenheiten.

In der That, ſagte La Mole zu ſich ſelbſt,in einigen Tagen wird er weder des Prinzen, noch irgend einer andern Perſon mehr bedürfen, denn wenn er mit uns kommen will, ſo kann er dies wohl thun.

Coconnas nahm eine Feder, ohne daß ſein Freund länger Widerſtand leiſtete, und entwarf in Elle folgen⸗ des Stück ſeiner Beredtſamkeit.

Monſeigneur,

Eure Hoheit muß ſehr bewandert in den Schrift⸗ ſtellern des Alterthums, nothwendig die Geſchichte von Oreſtes und Pylades kennen, welche zwei durch ihr Unglück und ihre Freundſchaft berühmte

Helden waren. Mein Freund La Mole iſt nicht

minder unglücklich als Dreſtes und ich bin nicht

minder zärtlich als Pylades. Er hat in dieſem

Augenblick große Geſchäfte, welche meine Hülfe

in Anſpruch nehmen. Ich kann mich alſo un⸗

möglich von ihm trennen, weshalb ich unter 17