Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Im Gegentheil, Herzogin, Ihr verſteht das nicht, ich vergöttere Euch. Aber ich kann Euch lieben, ſchätzen, vergöttern, und in meinen verlorenen Augenblicken dennoch meinen Freund loben.

Ihr nennt alſo Eure verlorenen Augenblicke die⸗ jenigen, in welchen Ihr bei mir ſeyd.

Was wollt Ihr? dieſer arme La Mole ſteht un⸗ abläſſig vor meinen Gedanken.

Ihr zieht ihn mir vor, das iſt unwürdig! Geſteht offenherzig, daß Ihr mir ihn vorzieht. Amibal, ich ſage Euch, wenn Ihr irgend Etwas in der Welt mir vorzieht...

Henriette, Schönſte der Herzoginnen, für Enure eigene Ruhe bitte ich Euch, macht keine indiscrete Frage au mich. Ich liebe Euch mehr, als alle Frauen, aber ich liebe La Mole mehr, als alle Männer.

Gut geantwortet, ſprach plötzlich eine fremde Stimme.

Und ein Damaſtvorhang, welcher vor einer großen Füllung aufgehoben wurde, die in die Dicke der Mauer gleitend, eine Verbindung zwiſchen den zwei Zimmern öffnete, ließ La Mole ſehen, der in dem Rahmen dieſer Thüre ſtand, wie ein ſchönes Porträt von Tizian in ſeiner goldenen Einfaſſung.

La Mole! rief Coconnas, ohne auf Margarethe zu achten und ohne ſich Zeit zu laſſen, ihr für die Ueberraſchung zu danfen, welche ſie ihm bereitet hatte, La Mole, mein Freund, mein theurer Freund!

Und er ſtürzte in die Arme ſeines Feundes und warf dabei den Stuhl nieder, auf dem er ſaß, und den Tiſch, der ſich in ſeinem Wege fand.

La Mole erwiederte ſeine Umhalſungen mit Lollem Erguſſe. Während er dieſelben aber erwiederte, ſagte er, ſich an die Herzogin von Nevers wendend:

Verzeiht, Madame, wenn mein Name, unter Euch ausgeſprochen, Anlaß zu einer Störung Euerer reizenden Wirthſchaft gab. Gewiß, fügte er mit einem Blicke