vieſe ganze Canaille folgte und gleichſam anf meinen Ferſen brüllte, für einen Dieb halten konnte, ſo wandte ich mich um, um ſie in die Flucht zu ſchlagen, wodurch ich etwas Zeit verlor. Während dieſer Zeit war der
Reiter verſchwunden. Ich verfolge ihn, ich erkundigte“
mich, ich fragte, gab die Farbe des Pferdes an; aber vergebens, Niemand hatte ihn geſehen. Endlich der Sache müde, kam ich hieher.“
„Der Sache müde!“ ſprach die Herzogin,„wie artig das iſt!“
„Hört, liebe Freundin,“ verſetzte Coconnas, ſich nachläſſig in einen Lehnſtuhl legend,„Ihr macht mir abermals Vorwürfe, in Beziehung auf dieſen armen La Mole. Ihr habt Unrecht, denn ſeht Ihr, die Freund⸗ ſchaft.... Ich wünſchte wohl ſeinen Geiſt und ſein Wiſſen zu beſitzen, ich fände am Ende eine Verglei⸗ chung, um meinen Gedanken auszudrücken. Die Freund⸗ ſchaft, ſeht Ihr, iſt ein Stern, während die Liebe... die Liebe,. nun, ich habe die Vergleichung,.. die Liebe iſt nur eine Kerze. Ihr werdet mir ſagen, es gäbe verſchiedene Arten.“
„Von Liebe?
„Nein, von Kerzen, und es gebe darunter, welche den Vorzug verdienen. Die Roſakerze z. B. iſt die beſte. Aber obgleich roſa, wird ſie doch abgenutzt, wird ſie doch ver⸗ braucht, während der Stern beſtändig glänzt. Hierauf werdet Ihr mir antworten, wenn die Kerze verbraucht ſey, ſtecke man eine andere in den Leuchter.⸗
„Herr von Coconnas, Ihr ſeyd ein Alberner.“
„Bah!“
„Herr von Coconnas, Ihr ſeyd ein Frecher.“
„Bah, bah!“
„Herr von Coconnas, Ihr ſeyd ein Unverſchämter.“ „Madame, ich ſage Euch, daß Ihr Schuld ſeyd, wenn ich La Mole noch dreimal mehr vermiſſe und be⸗ flage.“
„Ihr liebt mich nicht mehr.“
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