Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Navarra. Vom Evangelium auf den Koran, von Syrien auf das ſteinige Arabien, von Nazareth auf Mekka übergehend, ſchloß er, indem er ſagte, er wäre ganz bereit, zu thun, was glühende Anhänger des Propheten thun, die, nachdem ſie einmal das Glück gehabt, ſein Grab zu erſchauen, ſich die Augen aushöh'ten, urthei⸗ lend, daß man, wenn man einen ſo ſchönen Anblick ge⸗ noſſen, nichts in der Welt mehr einer Bewunderung würdig finden könnte.

Dieſe Rede wurde mit Beifallsbezengungen von Seiten derjenigen überhäuft, welche die lateiniſche Sprache inne hatten, weil ſie die Meinung des Redners theilten, und ebenſo von Seiten derjenigen, welche ſie nicht ver⸗ ſtanden, denn ſie wollten ſich das Anſehen geben, als verſtänden ſie dieſelbe.

Margarethe machte zuerſt eine anmuthige Verbeu⸗ gung vor dem artigen Sarmaten, dann begann ſie dem Geſandten antwortend, während ſie aber zugleich ihre Augen auf Herrn von Mouy heftete, mit folgenden Worten:

„Quod nunc bac in aula insperati adestis exuſtaremus ego et rex conjugo, nisi ideo immine- ret calamitas, scilicet non solum fratris sed etiam amici orbitas.*)“

Dieſe Worte hatten einen dopye ten Sinn, und konn⸗ ten, während ſie an Herrn von Mouy gerichtet waren, auch Heinrich von Anjou betreffen. Der Letztere verbeugte ſich auch zum Zeichen der Dankbarkeit.

Karl erinnerte ſich nicht, dieſen Satz in der Rede geleſen zu haben, welche ihm einige Tage vorher mit⸗ getheikt worden war, aber er legte kein großes Gewicht auf die Worte von Margarethe, die er nur als eine Sprache einfacher Höflichkeit betrachtete.

*) Euere unerwartete Anweſenheit an dieſem Hofe würde mich und meinen königlichen Gemahl mit Freude erfüllen, wenn ſie nicht ein großes Ungemach herbeifübrte, nämlich nicht allein den Verluſt eines Bruders, ſondern auch den eines Freundes.