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Heinrich behielt dieſe Hand.
„Aber,“ fuhr er ſeinen Gedanken verfolgend fort,„aber wenn ich dieſes Wort, das die Philoſophen vergebens ſeit vreitauſend Jahren ſuchen, errathen hätte. wenigſtens in Beziehung auf Euch, Char⸗ lotte?“
Frau von Sauve erröthete.
„Ihr liebt mich,“ ſagte Heinrich,„ich habe Euch folglich nichts Anderes zu fragen, und halte mich für den glücklichſten Menſchen der Welt. Aber Ihr wißt, es fehlt zum Glücke immer etwas. Adam fand ſich mitten im Paradies nicht glücklich, und er biß in den elenden Apfel, der uns Alle das Bedürfniß der Neu⸗ gierde mitgeheilt hat, welche bewirkt, vaß jeder ſein Leben mit Aufſuchung von einem unbekannten Etwas zubringt. Sagt mir, meine Geliebte, wenn Ihr mir das meinige finden helfen wollt, hat Euch nicht die Königin Catharina zuerſt beauftragt, mich zu lieben?“
„Heinrich,“ verſetzte Frau von Sauve,„ſprecht leiſer, wenn Ihr von der Königin Mutter reden wollt..
„Oh!“ erwiederte Heinrich mit einer Sicherheit, von dem Frau von Sauve ſelbſt getäuſcht wurde,„frü⸗ her war es rathſam für mich, ihr zu mißtrauen, dieſer guten Mutter, als wir noch ſchlecht mit einander ſtan⸗ den; aber nun, da ich der Gatte ihrer Tochter bin.
„Der Gemahl von Frau Margarethe,“ ſagte Char⸗ lotte, vor Eiferſucht erröthend.
„Sprecht ebenfalls leiſe. Nun, da ich der Gemahl ihrer Tochter bin, ſind wir die beſten Freunde der Welt. Was wollte man? daß ich Katholik werde, wie es ſcheint. Nun wohl, die Gnade hat mich berührt, und durch die Vermittelung des heiligen Bartholomäus bin ich es geworden. Wir leben jetzt in der Familie wie gute Brüder, wie gute Chriſten.“
„Und die Königin Margarethe?“


