Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

daß llen

ren en, ieſe eine

3¹1

ten mythologiſchen Bilder, mehrere Gemälde der exal⸗ tirteſten geiſtlichen Natur. Zwiſchen dieſen Gemälden ſah man an vergoldeten Nägeln Frauenwaffen; denn in jener Zeit geheimnißvoller Intriguen trugen die Frauen Waffen wie die Männer und bedienten ſich derſelben eben ſo geſchickt wie dieſe.

An dieſem Abend, zwei Tage nach der Nacht, in der bei Meiſter René die von uns erzählten Scenen vor⸗ gefallen waren, ſaß Frau von Sauve in ihrem Zim⸗ mer auf einem Ruhebette, erzählte Heinrich von ihren Befürchtungen und ihrer Liebe, und führte ihm als Be⸗ weis dieſer Befürchtungen und dieſer Liebe die Auf⸗ opferung an, die ſie in der bekannten Nacht an den Tag gelegt, welche auf die Saent⸗Bartholomäusnacht gefolgt war, in jener Nacht, die, wie man ſich erin⸗ wird, Heinrich bei ſeiner Gemahlin zugebracht

atte.

Heinrich drückte ihr ſeinerſeits ſeine Dankbarkeit aus. Frau von Sauve war reizend an dieſem Abend in ihrem batiſtenen Nachtgewande, und Heinrich war ſehr dankbar.

Mitten unter Allem dem blieb Heinrich, wirklich verliebt, träumeriſch. Frau von Sauve, welche end⸗ lich von ganzem Herzen die ihr von Catharina empfoh⸗ lene Liebe umfaßt hatte, ſchaute Heinrich oft an, um zu ſehen, ob ſeine Augen mit ſeinen Worten im Ein⸗ klange ſtünden.

Laßt hören, Heinrich, ſprach Frau von Sauve, ſeid aufrichtig. Als Ihr jene Nacht in dem Cabinet Ihrer Majeſtät der Königin von Navarra mit Herrn de La Mole zu Eueren Füßen zubrachtet, bedauertet Ihr da nicht, daß dieſer Edelmann ſich zwiſchen Euch und dem Schlafzimmer der Königin befand?

Ja, in der That, meine Geliebte, ſprach Heinrich,denn ich mußte nothwendig durch dieſes Zimmer ſchreiten, um in das zu gehen, wo ich mich