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aber die von Dariole dem König von Navarra geöff⸗ nete Thüre verſchloß ſich wieder hermetiſch, ſo daß dieſe Wohnung, der Schauplatz der geheimnißvollen Liebſchaft des Bearners, uns völlig unbekannt iſt.
Nach Art derjenigen, welche die Fürſten ihren Tiſchgenoſſen in den Paläſten geben, die ſie bewohnen, um ſie im Bereiche ihrer Hand zu haben, war dieſe Wohnung kleiner und minder beguem, als irgend eine in der Stadt geweſen wäre. Sie lag, wie man weiß, im zweiten Stocke ungefähr über der von Heinrich, und die Thüre öffnete ſich auf einen Gang, deſſen Ende von einem Bogenfenſter mit kleinen in Blei eingelaſſenen Scheiben beleuchtet wurde, das ſelbſt in den ſchönſten Tagen des Jahres nur ein zweifelhaftes Licht durch⸗ dringen ließ. Im Winter mußte man ſchon um drei Uhr Nachmittags eine Lampe anzünden, welche, da ſie im Sommer wie im Winter die gleiche Quantität Oel erhielt, gegen zehn Uhr Abends erloſch und ſo⸗ mit, wenn die Wintertage erſchienen waren, den zwei Liebenden eine größere Sicherheit verlieh.
Ein kleines Vorzimmer mit Seidedamaſt mit gro⸗ ßen, gelben Blumen tapezirt, ein Empfangszimmer mit blauem Sammet ausgeſchlagen, ein Schlafzimmer, deſſen Bett mit ſeinen gedrehten Säulen und kirſch⸗ rothen Atlaßvorhängen den in dem Raume hinter demſelben ſtehenden Ankleideſpiegel und zwei Gemälde, die Liebſchaften von Venus und Adonis vorſtel⸗ lend, verbarg„dies war die Wohnung, heut zu Tage würde man ſagen das Neſt der reizenden Kam⸗ merdame von Königin Catharina von Medicis.
Bei näherem Suchen hätte man auch einer mit allen erforderlichen Gegenſtänden verſehenen Toilette gegenüber in einem düſtern Winkel dieſes Zimmers die kleine Thüre gefunden, welche ſich nach einem Betzimmer öffnete, worin auf zwei Aufſätzen ſich ein Betpult erhob. In dieſem Zimmer hingen an der Wand, gleichſam zur Rüge der zwei von uns erwähn⸗
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