an die Mitte ſeiner Lenden gingen, ſetzte ein ſchwarzes Sammetbaret ohne Federn und Edelſteine auf, hüllte ſich in einen Mantel von düſterer Farbe, fleckte einen Dolch in den Gürtel, gab ſeinen Begen in die Hände gen eines Pagen, der einzigen Escorte, von der er ſich rollt wollte begleiten laſſen, und ſchlug den Weg nach dem von Louvre ein. Als er aus dem Hotel trat, kündigte der Schl Wächter von Saint⸗Germain⸗LAurerrois ein Uhr ſie r Morgens an. ant So weit die Stunde auch vorgerückt war und errei ſo wenig Sicherheit man damals auf den Straßen wur hatte, ſo begegnete dem abenteuerlichen Prinzen auf das dem Wege doch kein Unfall, und er gelangte wohlbe⸗ nen halten vor die coloſſale Maſſe des alten Louvre, der ſeher ſich, nachdem alle ſeine Lichter allmälig erloſchen zigm waren, furchtbar in ſeinem Schweigen und in ſeiner ſein Dunkelheit erhob. und Vor dem königlichen Schloſſe breitete ſich ein tie⸗ fer Graben aus, auf den die meiſten Zimmer der im fiele Palaſte wohnenden Prinzen gingen. Die Gemächer dvon ſchen Margarethe lagen im erſten Stocke. Dieſer, wenn kein Graben da geweſen wäre, zu⸗ nicht gängliche, erſte Stock war in Folge der Verſchanzung Mat beinahe dreißig Fuß hoch und folglich außer dem Be⸗ inni reiche der Liebenden und der Diebe, was den Herrn Her⸗ heim zog von Guiſe nicht abhielt, muthig in den Graben Zeoh! hinabauſteigen. verſe In demſelben Augenblick hörte man das Geräuſch auch eines Fenſters, das im Erdgeſchoſſe geöffnet wurde. Dieſes Fenſter war vergittert, aber es erſchien eine den Hand, hob eine zum Voraus losgemachte Stange aus Zeit und ließ durch dieſe Oeffnung eine ſeidene Schlinge mit
herabhängen. ſchw „Seid Ihr es, Gillonne?“ ſagte der Herzog mit leiſer Stimme. der
„Ja,“ antwortete eine Weiberſtimme noch leiſer. der „Und Margarethe?“ 1


