Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1845)
Entstehung
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„Sie erwartet Euch.“

„Gut.“

Bei dieſen Worten machte der Herzog ſeinem Pa⸗ gen ein Zeichen; er öffnete ſeinen Mantel und ent⸗ rollte eine kleine Strickleiter. Der Prinz knüpfte eines von den Enden der Leiter an die herabhängende Schlinge. Gillonne zog die Leiter an ſich, befeſtigte ſie und der Prinz fing an, nachdem er ſeinen Degen an den Gürtel geſchnallt hatte, hinaufzuſteigen, und erreichte die Höhe ohne einen Unfall. Hinter ihm wurde die Stange wieder an ihren Platz gebracht, das Fenſter ſchloß ſich und der Page, nachdem er ſei⸗ nen Herrn friedlich hatte in den Louvre ſchlüpfen ſehen, zu deſſen Fenſtern er ihm wohl mehr als zwan⸗ zigmal auf dieſelbe Weiſe 6 kfolgt war, legte ſich, in ſeinen Mantel gehüllt, auf den Boden des Grabens und in den Schatten der Mauer.

Es war eine finſtere Nacht und einige Tropfen fielen lau und breit aus der mit Schwefel und elektri⸗ ſchem Stoffe beladenen Wolke.

Der Herzog von Guiſe folgte der Führerin, welche nichts Geringeres war, als die Tochter von Jacob von Matignon, Marſchall von Frankreich! Sie war die innigſte Vertraute von Margarethe, welche kein Ge⸗ heimniß vor ihr hatte, und man behauptete, unter der Zohl der Wyſterien, welche ihre unbeſtechliche Treue verſchloß, wären, ſo furchtbare, daß dieſe ſie nöthigten, auch die andern zu bewahren.

Es war weder in den untern Zimmern noch in den Gängen ein Licht geblieben; nur von Zeit zu Zeit beleuchtete ein bleicher Blitz die düſteren Gemächer mit einem bläulichen Reflexe, der ſogleich wieder ver⸗ ſchwand.

Beſtändig von ſeiner Führerin geleitet, die ihn an der Hond hielt, erreichte der Herzog endlich eine in der Tiefe einer Mauer angebrachte Wendeltreppe, die