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„Nein, nein, Monſeigneur, ich laſſe mich nicht durch Eure Wortſpiele hintergehen. Eure Majeſtät ltebt Frau Margarethe, und Gott ſoll mich behüten, daß ich Euch dies zum Vorwurfe mache. Sie iſt ſchön genug, um geliebt zu werden.“
Heinrich dachte einen Augenblick nach, und während er nachdachte, zog ein feines Lächeln die Winkel feiner Lippen etwas in die Höhe.
„Baronin,“ ſagte er,„Ihr ſucht Streit mit mir, wie es ſcheint, und ſeid doch nicht berechtigt dazu⸗ Laßt hören, was habt Ihr gethan, um mich von der Vermählung mit Frau Margarethe abzuhalten? Nichts. Ihr ließt mich im Gegentheil verzweifeln.“
„Und dafür beſtrafte mich Monſeigneur.“
„Wie ſo?“
„Allerdings, da Ihr heute eine Andere heirathet.“
„Ah⸗ ich heirathe, weit-Ihr richnichteliebt.“
„Wenn ich Euch geliebt hätte, Sire, müßte ich alſo in einer Stunde ſterben.“
„In einer Stunde, was wollt Ihr damit ſagen? Und welchen Tod würdet Ihr ſterben?“
„Den Tod der Eiferſucht, denn in einer Stunde wird die Königin von Navarra ihre Frauen und Eure Majeſtät ihre Herren wegſchicken.“
„Iſt das wirklich der Gedanke, der⸗Euch-beſchäf⸗
„Das ſage ich nicht; ich ſage nur, wenn⸗ich⸗Euch⸗ liebte, würde mich dieſer Gedanke furchtbar beunruhigen.“
„Nun wohl,“ rief Heinrich voll Freude, als er dieſes Geſtänvniß, das erſte, welches er empfing, hörte, „wenn nun der König von Navarra die Herren ſeines Hofes dieſen Abend nicht wegſchickte?„
„Sire,“ ſagte Frau von Sauve und ſchaute da⸗ bei den König mit einem Erſtaunen an, welches dies⸗ mal nicht geheuchelt war,„Ihr ſprecht da unmögliche und beſonders unglaubliche Dinge.“
Kbnigin Margot. I. 2


