Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1845)
Entstehung
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Bearner.Wißt Ihr nicht, daß Ihr meine Sonne bei Tag und mein Stern bei Nacht ſeid? In der That, ich wähnte mich in der tiefſten Finſterniß, als Ihr ſo eben erſchienet und Alles beleuchtetet.

Dann ſpiele ich Euch einen ſchlimmen Streich, Sire.

Was wollt Ihr damit ſagen, mein Herz? fragte Heinrich.

Ich will damitſagen, daß man, wenn man Herr der ſchönſten Frau von Frankreich iſt, nur Eines wünſchen kann: es möge das Licht verſchwinden, um der Dun⸗ kelheit Platz zu machen, denn in der Dunkelheit erwar⸗ tet uns das Glück.

Dieſes Glück, Schlimme, liegt, wie Ihr wohl wißt, in den Händen einer einzigen Perſon, und dieſe Perſon lacht und ſpottet über den armen Heinrich!

Oh, verſetzte die Baronin,ich hätte im Gegen⸗ theil geglaubt, es wäre dieſe Perſon, welche dem König von Navarra zum Gelächter und Spotte diente.

Heinrich erſchrack über dieſe feindſelige Haltung und dennoch bedachte er, daß ſie Trotz verrieth und daß der Trotz nur die Maske der Liebe iſt.

In der That, liebe Charlotte, ſagte er,Ihr

macht mir da einen ungerechten Vorwurf, und ich be⸗ greife nicht, wie ein ſo ſchöner Mund zugleich ſo grau⸗ ſam ſein kann. Glaubt Ihr denn, ich heirathe? O nein, Ventre⸗ſaint⸗gris! nicht ich!

Ich, vielleicht, verſetzte die Baronin ſpitzig, wenn die Stimme der Frau, die uns liebt und uns zum Vorwurfe macht, daß wir ſie nicht lieben, ſpitzig er⸗ ſcheinen kann.

Habt Ihr mit Euren ſchönen Augen nicht weiter geſehen, Baronin? Nein, es iſt nicht Heinrich von Navarra, welcher Margarethe von Valvis heirathet.

Und wer iſt es denn ſonſt? Ei, Gottes Blut! es iſt die reformirte Religion, welche den Papſt heirgthet und nichts Anderes!

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