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der andere war verletzend für die Neuvermählte, für ihren Gemahl und ſogar für denfenigen, welcher ihn ausſprach; denn er erinnerte an einige dumpfe ſkan⸗ dalöſe Gerüchte, mit denen die Chronik des Hofes den Hochzeitrock von Margarethe von Valvis zu beflecken Mittel gefunden hatte.
Herr von Guiſe plauderte indeſſen wie geſagt mit Teligay; aber er ſchenkte der Unterhaltung keine ſo beharrliche Aufmerkſamkeit, daß er ſich nicht zuweilen umgewendet hätte, um einen Blick auf die Gruppe von Damen zu werfen, in deren Mitte die Königin von Navarra glänzte. Wenn der Blick der Prinzeſſin dem des jungen Herzogs begegnete, ſo ſchien eine Wolke vie reizende Stirne zu verdunkeln, um welche Sterne von Diamanten eine zitternde Glorie bildeten und irgend ein unbeſtimmter Plan drang aus ihrer unge⸗ duldigen, bewegten Haltung hervor.
Die Prinzeſſin Claudia, die ältere Schweſter von Margarethe, welche einige Jahre vorher den Herzog von Lothringen geheirathet hatte, bemerkte dieſe Un⸗ ruhe und näherte ſich ihr, um nach der Urſache zu fragen, als Jedermann vor der Königin Mutter, welche auf den Arm des jungen Prinzen von Condé geſtützt, herbeikam, zurückwich, und die Prinzeſſin ſich ferne von ihrer Schweſter gedrängt ſah. Es herrſchte nun eine allgemeine Bewegung, welche der Herzog von Guiſe benützte, um ſich Frau von Nevers, ſeiner Schwägerin, und folglich auch Margarethe zu nähern. Die Her⸗ zogin von Lothringen, welche die Königin nicht aus dem Auge verlor, ſah, ſtatt der Wolke, die ſie auf ihre Stirne wahrgenommen hatte, eine glühende Flamme über ihre Wangen hinziehen. Der Herzog kam indeſſen immer näher, und als er nur noch zwei Schritte von Margarethe entfernt war, wandte ſich dieſe, welche ihn mehr zu fühlen als zu ſehen ſchien, nach ihm um, wobei ſie ſich unendlich anſtrengte, um ihrem Geſichte die Ruhe der Sorgloſigkeit zu geben.
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