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mit ſeinen flammenden Augen zu betrachten, mit ſei⸗ ner drohenden Stimme zu murren. Dieſer Beobach⸗ ter war das Volk, das mit ſeinem wunderbar ge⸗ ſchärften Inſtinkte die Schatten ſeiner unverſöhnlichen Feinde tanzen ſah und ihre Eindrücke ſo genau über⸗ ſetzte, als es der Neugierige vor den Fenſtern eines hermetiſch verſchloſſenen Ballſaales thun kann. Die Muſik berauſcht und beherrſcht den Tänzer, während der Neugierige nur die Bewegung ſieht und über die Drahtpuppe lacht, welche ſich ohne allen Grund ge⸗ berdet; denn der Neugierige hört die Muſik nicht.
Die Scheine, welche vor den Augen der Pariſer mitten in der Nacht hinzogen, waren die Zukunft be⸗ leuchtende Blitze ihres Haſſes.
Und dennoch war im Innern fortwährend Alles lachend, und es durchlief ſogar ein Gemurmel, ſüßer und freundlicher als je, in dieſem Augenblicke den ganzen Louvre. Die junge Braut, nachdem ſie ihre Staats⸗ gewänder, den Schleppmantel und ihren langen Schleier abgelegt hatte, kehrte in den Ballſaal zurück, begleitet von der ſchönen Herzogin von Ne⸗ vers, ihrer beſten Freundin, und geführt von ihrem Bruder, Karl IX., der ſie ſeinen vornehmſten Gäſten vorſtellte.
Dieſe Braut war die Tochter von Heinrich II., es war vie Perle der Krone von Frankreich, es war Marga rethe von Valois, welche der König Karl IX. in ſeiner zärtlichen Zuneigung für ſie nie anders, als „meine Schweſter Margot“ nannte.
Gewiß war nie ein Empfang, ſo ſchmeichelhaft er
auch ſein mochte, beſſer verdient geweſen, als der wel⸗ chen man in dieſem Augenblick der neuen Königin von Naparra bereitete. Margarethe zählte zu dieſer Zeit kaum zwanzig Jahre und war bereits der Gegenſtand der Lobeserhebungen aller Dichter, welche ſie die Einen mit Aurora, die Andern mit Cythere verglichen. Es war in ver That die Schönheit ohne Gleichen dieſes


