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Coligny, Larochefoucault, der Prinz von Condé, Sohn, Teligny, kurz alle die Häupter der Partei triumphir⸗ ten, als ſie im Louvre allmächtig und in Paris ſo willkommen diejenigen ſahen, welche drei Monate vor⸗ her der König Karl und die Königin Catharina an Galgen, höher als die der Mörder, hatten hän⸗ gen laſſen wollen. Nur den Marſchall von Montmo⸗ rench ſuchte man vergebens unter ſeinen Brüdern, denn kein Verſprechen hatte ihn verführen, kein Schein hatte ihn täuſchen können, und er blieb zurückgezo⸗ gen in ſeinem Schloſſe Jle⸗Adam, wobri er ſich mit dem Schmerze entſchuldigte, den ihm der Tod ſeines Vaters, des Groß⸗Connetablé Anne von Montmo⸗ rency, verurſachte, welcher in der Schlacht von Saint⸗ Denis durch einen Piſtolenſchuß von Robert Stuart getödtet worden war. Da aber dieſe Begebenheit ſich vor mehr als zwei Jahren ereignet hatte und ſein ge⸗ fühlvolles Weſen in jener Zeit eine ſehr wenig mo⸗ diſche Tugend war, ſo glaubte man von dieſer über⸗ mäßig ausgedehnten Trauer nur das, was man glau⸗ ben wollte.
Uebrigens gab Jedermann dem Marſchall von Montmorench Unrecht; der König, die Königin, der Herzog von Anjou und der Herzog von Alengon mach⸗ ten vortrefflich die Honneurs des königlichen Feſtes.
Der Herzog von Anjou empfing die Hugenotten ſelbſt mit wohlverdienten Complimenten über die zwei Schlachten von Järnac und Montcontour, die er vor ſeinem achtzehnten Jahre gewonnen hatte, in dieſer Beziehung alſo frühreifer, als Cäſar und Alexander, mit welchen man ihn verglich, indem man, wohl ver⸗ ſtanden, die Sieger von Iſſus und Pharſalus unter ihn ſtellte. Der Herzog von Alencon ſchaute Alles mit ſeinem ſchmeichelnden, falſchen Auge an. Die Königin Catharina ſtrahlte vor Freude und beglück⸗ wünſchte, öberſtrömend von Hoflichkeiten, Heinrich von Condé zu ſeiner Vermählung mit Marig von


