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nen Kopf geſetzt hatte, ſchwor der König nur bei ihm, nannte ihn ſeinen Vater und erklärte ganz laut, er würde ihm allein die Führung des Krieges anver⸗ rauen, ſo vaß ſelbſt Catharina von Medicis, welche bis dahin die Handlungen, den Willen und ſogar die Wünſche des jungen Prinzen beherrſcht hatte, ſich zu beunruhigen ſchien, und zwar nicht ohne Grund, denn in einem Augenblick des Erguſſes ſagte Karl IX. zu dem Avmiral in Beziehung auf den flandriſchen Krieg:
„Mein Vater, es iſt hiebei noch Eines, worauf man wohl Acht haben muß: die Königin, meine Mut⸗ ter, welche ihre Naſe in Alles ſtecken will, wie Ihr wißt, weiß nichts von dieſer Unternehmung. Halten
wir ſie ſo geheim, daß ſie nicht ein Bißchen davon
erfährt, denn bei ihrem unruhigen, zänkiſchen Kopfe würde ſie uns Alles verderben.“
So weiſe und erfahren nun guch Coligny war, ſo konnte er doch ein ſolches Vertraͤuen nicht gänzlich geheim halten, und obgleich er mit großem Argwohn nach Paris kam, obgleich bei ſeinem Abgange von Chatillon eine Bäuerin ſich ihm zu Füßen warf und ausrief:„Oh, Herr und Meiſter! geht nicht nach Pa⸗ ris, denn wenn Ihr dahin geht, werdet Ihr dort ſterben, Ihr und Alle, die mit Euch gehen;“ erloſch doch die⸗ ſer Verdacht allmählig in ſeinem Innern und in dem von Teligny, ſeinem Schwiegerſohne, welchem der Kö⸗ nig ebenfalls große Freundſchaft bezeigte, denn er nannte ihn ſeinen Bruder, wie er den Admiral ſeinen Vater nannte, und duzte ihn, wie er dies gegen ſeine beſten Freunde that.
Abgeſehen von einigen mürriſchen und mißtraui⸗ ſchen Geiſtern, waren die Hugenotten alſo völlig be⸗ ruhigt. Der Tod der Königin galt als eine Folge von Seitenſtechen, und die weiten Säle des Louvre waren voll von allen den braven Proteſtanten, denen die Heirath ihres jungen Führers Heinrich eine uner⸗ wartete Rückkehr zum Glück verhieß. Der Admiral


