Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1845)
Entstehung
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pers, die Spuren des Verbrechens bieten. Wir ſagen Verbrechen, denn Niemand zweifelte daran, daß ein ſolches begangen worden war.

Das war noch nicht Alles. Der König Karl hatte bei dieſer Heirath, welche nicht nur den Frieden ſeines Reiches wiederherſtellte, ſondern auch die vornehmſten Hugenotten ſeines Landes nach Paris zog, eine Be⸗ harrlichkeit an den Tag gelegt, die man Halsſtar⸗ rigkeit nennen konnte. Da die zwei Verlobten eines Theils der katholiſchen Religion, andern Theils der reformirten angehörten, ſo war man genöthigt geweſen, ſich wegen der Dispenſation an Gregor X1II. zu wen⸗ den, der damals den päpſtlichen Stuhl in Rom inne hatte. Die Dispenſation blieb lange aus und dieſe Zögerung beunruhigte die verſtorbene Königin von Na⸗ varra ungemein. Sie drückte eines Tags gegen Karl 1X. die Befürchtung aus, die Dispenſation könnte gar nicht kommen, worauf dieſer antwortete:

Seid unbeſorgt, meine gute Tante, ich ehre Euch mehr, als den Papft, und liebe meine Schweſter mehr⸗ als ich ihn fürchte. Ich bin kein Hugenott, aber ich bin auch kein Dummkopf, und wenn der Herr Papſt eine Albernheit begeht, ſo nehme ich Margot ſelbſt bei der Hand und führe ſie mitten im Gottesdienſte an den Traualtar.

Dieſe Worte verbreiteten ſich vom Louvre ans in die Stadt und gaben, während ſie die Hugenotten ſehr erfreuten, den Katholiken viel zu denken, denn dieſe fragten ſich, ob der König ſie ganz einfach ver⸗ riethe oder ob er irgend eine Komödie ſpielte, welche an einem ſchönen Morgen oder an einem ſchönen Abend ihre unerwartete Entwickelung fände.

Beſonders dem Admiral Coligny gegenüber, welcher ſeit fünf bis ſechs Jahren einen erbitterten Krieg ge⸗ gen den König führte, erſchien das Benehmen von Karl IX. ganz unerklärlich. Nachdem er einen Preis von hundert und fünfzig tauſend Goldthalern auf ſei⸗