Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Und er erhob ſich ſogleich und ging im Hauſe umher, aber ſehr ſchwach, mit herabhängenden Armen und ſchlotternden Beinen; ſeine rechte Seite war beinahe gänzlich gelähmt.

Dieß verhinderte ihn indeſſen nicht augenblicklich ſeine Briefe zu verlangen, und er ſtellte ſich, als ob er ſie läſe.

Er ſuchte ſeine vertrauteſten Freunde zu täu⸗ ſchen; als der Tod heranrückte, ſuchte er auch den Tod zu täuſchen.

Aber ehe der Tod kam, wurde ihm noch ein großes Glück zu Theil.

Kaum hatte er die Erbſchaft von René's Neffen, d. h. die ſchöne Provinz Maine, an ſich gezogen, ſo erhielt er aus Brügge eine Nachricht, die ihm beinahe eben ſo angenehm war wie die Kunde vom Tode Carl's des Kühnen.

Maria von Burgund war geſtorben, und mit ihr erloſch das Haus Burgund.

Marimilian hatte ſeine Gemahlin aufs zärtlichſte geliebt und konnte nie von ihr ſprechen hören, ohne daß ihm die Thränen in die Augen traten.

Ein Zauberer Namens Triteme machte ihm den Antrag ihren Schatten zu beſchwören.

Der Erzherzog nahm es an, aber der Anblick des Geſpenſtes brachte, ſagt Loechheimer, einen ſolchen Eindruck auf den armen Prinzen hervor, daß er bei Leibesſtrafe verbot je wieder einen Tod⸗ ten aus ſeinem Grabe hervorzurufen.

Maria von Burgund hinterließ, wie wir bereits geſagt haben, zwei Kinder: Philipp und Margareth. Philipp der Schöne wurde der Vater Se V,