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Margareth wurde unter ihrem Neffen Regentin von Flandern. Lh
Dieſe Margareth von Oeſtreich war noch immer eine Frau, die dem Dauphin von Frankreich wohl anſtand.
Die Flamänder boten ſie Ludwig Xl an, und zwar ſammt all dieſen franzöſiſchen Provinzen, die ihnen als braven und würdigen Flamändern ein Dorn im Auge waren.
Sie gaben Artois und Burgund, die ihnen ſo
viele Unruhe verurſacht hatten, für immer zurück.
Dieß war mehr als Ludwig KI zu verlangen gewagt hätte.
Seine lieben Freunde und Gevatter, Rim und Coppenole, ſuchten ihn in Pleſſis auf.
Sie wunderten ſich höchlich über den Palaſt, welchen der mächtige König für ſich gewählt hatte. Sie fanden ihn in einem kleinen Stübchen mit ver⸗ gitterten Fenſtern und dicken Thüren mit maſſiven Riegeln.
Da ſaß der leidenſchaftliche Jäger, und da er keine Hirſche, Rehe und Eber mehr zu jagen ver⸗ mochte, ſo hatte er eine Meute von kleinen Hunden, mit denen er von Zimmer zu Zimmer auf die Ratten und Mäuſe Jagd machte.
Er war ſo mager und ſo blaß, daß er ſich in dieſem Zuſtand gar nicht zeigen wollte, und er empfing daher die beiden flämiſchen Abgeſandten in dieſem ſchlecht beleuchteten Stübchen„ wo er ſich außerhalb des Lichtſtrahles hielt. Er war in einen warmen Pelzrock gehüllt, fror jedoch beſtändig, da ſein Körper ſchon zu drei Vierteln abgeſtorben war;
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