Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Freilich war auch noch die ſehr feindſelige und engliſch geſinnte Bretagne da; aber war einmal der Herzog von Guyenne todt, ſo verlor die Bretagne viel von ihrer Kraft.

Ludwig Xl bedrängte ſie mit einer Beharrlich⸗ keit, welche ſelbſt die nationale Halsſtarrigkeit er⸗ müdete; er nahm der Bretagne bald eine Stadt, bald einen Mann. An Männern nahm er ihr Tanne⸗ gui Duchatel, Peter von Rohan, Guy von Laval; an Städten nahm er ihr La Rochelle und Alengon.

Endlich erbte er den Herzog von Maine. Selbſt der Tod wurde ſein Verbündeter.

Und alles Das that der König allein oder nur mit geringen Leuten; er allein zettelte ſein Rieſen⸗ gewebe an, und wenn ſich eine Mücke darin ver⸗ fing, ſo lief er ſchnell herbei, um zu ſehen, wie groß ſie war, und ob ſie einen Rüſſel oder einen Stachel hatte.

Dann malte er wieder Miniaturbilder und zeich⸗ nete ſich ſelbſt als einen alten entlaubten Stamm, der nur noch einen einzigen Sproſſen hat. Dieſer Sproſſe war wiederum eines der Kinder, welche

Ludwig Xl beſchützte.

Er lebte fortwährend ganz allein in ſeinem Pleſſis⸗les⸗Tours, denn den Dauphin ließ er in Amboiſe, und ſeine Gemahlin hatte er in die Dau⸗ phins geſchickt. Er gönnte ſich nur eine einzige Erholung, die zugleich eine Ermüdung war, näm⸗ lich die Jagd; aber auch in der Jagd zeigte er ſeinen politiſchen Kopf, und nachdem er die Men⸗ ſchen in der Schlinge gefangen hatte, fing er die

Thiere darin.

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