Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Als dieſer Menſch, der ganz unſchuldig war und von dem Vorgang nichts wußte, einen Edelmann in raſendem Zorn mit dem Degen in der Fauſt in ſein Zimmer hereindringen ſah und Todesdrohungen ausſtoßen hörte, fiel er auf die Kniee und faltete ſeine Hände.

Der Edelmann hieb ihm beide zugleich mit ſei⸗ nem Schwerte ab.

Damit nicht zufrieden, that er noch drei Schwert⸗ ſchläge und machte ſeinem Opfer den Garaus.

Als der Herzog von dieſem Mord erfuhr, ließ er den Baſtard de la Hamaide mitten im Hoflager feſtnehmen und ins Gefängniß führen, indem er beim heiligen Georg ſchwur, daß ihm die gebüh⸗ rende Strafe werden ſolle.

Und wirklich gaben ſich Vater, Oheim, die ganze Familie und der ganze Adel vergebliche Mühe, Gnade für den Miſſethäter zu erbitten: der ſchöne Mörder und ohne Zweifel war es ſeine Schön⸗ heit, wodurch er namentlich bei den Frauen ſo großes Mitleid erregte wurde auf dem öffent⸗ lichen Hinrichtungsplatz enthauptet, ſodann vervier⸗ theilt und wie ein ganz gemeiner Uebelthäter auf das Rad geflochten.

War das ſtrenge Juſtiz, oder war es eine neue Anwandlung von Zorn? Einige Tage vorher hatte der Herzog eine jener Demüthigungen erlitten, die er nicht ungerächt zu laſſen pflegte, und die er gleichwohl nicht gerächt hatte.

. Der Connetable von Saint⸗Pol, der vermöge ſeiner Würde im Dienſte des Königs von Frank⸗ reich ſtand, in Folge ſeiner Beſitzungen aber ſich Dumas, Karl der Kühne. II. 2