kommen, wohin der König Eduard zweitauſend Mann geſchickt hatte. Fünfhundert genügten zur De⸗ monſtration, und dieſe war furchtbar für Frankreich.
Sie hatte für den Herzog ſelbſt etwas Schreck⸗ liches. Sein Großvater Johann ohne Furcht, der vor Nichts turhaſchrett⸗ und den man auch Johann ohne Furcht vor einem Verbrechen hätte nennen können, hatte ſich geſcheut dieſen Ver⸗ rath zu begehen; denn es war ein Hochverrath für einen franzöſiſchen Prinzen, die Engländer herbei⸗ zurufen.
Carl beging überdieß durch ſeine Verbindung mit den York auch einen Verrath gegen ſeine Mutter, die aus dem Hauſe Lancaſter ſtammte.
Ein Bund nit den Engländern war ſo At wie ein Vertrag mit dem Teufel. Chatelain, der Ge⸗ ſchichtſchreiber des Herzogs, ſagt von den Englän⸗ dern:„Dieſe Nation iſt von der Art, daß man nichts von ihr ſchreiben kann, außer von ihren Sünden.“
Bald erfuhr man zum Gipfel des Scandals, daß die fünfhundert Engländer einer Vermählung zwiſchen einem Lancaſter und einer York anwohnen, und daß die beiden Roſen, welche ſich auf der an⸗ dern Seite des Canals erwürgten, gemeinſam auf Thron Carl's des Furchtbaren wiederaufblühen ollten.
Dann hatte der neue Herzog den Wahlſpruch angenommen: je l'ay empris(ich habe es unter⸗ nommen).
Was hatte er unternommen? Die Theilung Frankreichs, das war klar.


