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und Zeugen im Namen des Königs von Frankreich Beſitz ergriffen.
Lüttich ſei alſo nicht mehr burgundiſch, auch nicht einmal walloniſch, ſondern franzöſiſch, und der König von Frankreich könne es nicht zu Grunde gehen laſſen. 3
Dann ſah Carl eines ſchönen Morgens den Bi⸗ ſchof von Lüttich, Ludwig von Bourbon, in Beglei⸗ tung aller ſeiner Edelleute zu ſich kommen. Lud⸗ wig von Bourbon wohnte in Huy, aber die Lüt⸗ ticher waren unter dem Vorwand, daß Huy und St. Trond als untergebene Städte ihren Antheil am Tribut für den Herzog von Burgund zu be⸗ zahlen hätten, gegen Huy ausmarſchirt.
Der Biſchof hatte ſich durch den Vorwand nicht täuſchen laſſen und die Lütticher nicht erwartet, ſondern die Flucht ergriffen.
Der Herzog Carl begann ſeine Regierung, von der er Wunder verſprochen hatte, unter ſchlechten Auſpicien.
Er war ſo ziemlich Gefangener der Genter ge⸗ weſen und hatte ſich durch Unterzeichnung eines Ver⸗ trags, den er als ſchmachvoll betrachtete, loskaufen müſſen.
Jetzt floh auch ſein Vetter Ludwig von Bour⸗ bon mit ſeinen Edelleuten vor den Lüttichern. Wehe den Lüttichern! Auf die ſollte all der Zorn fallen, der ſeit dem Tod des alten Herzogs in Carl's Herzen ſich geſammelt hatte.
Für's Erſte ließ Carl, um die Lütticher und ih⸗ ren Protektor, den König von Frankreich, zugleich zu erſchrecken, fünfhundert Engländer aus Calais


