Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Bei ſeiner Thronbeſteigung war ein Komet er⸗ ſchienen, der nach der allgemeinen Meinung großes Unglück bedeutete; für wen anders als für Frank⸗ reich?

Ich habe es unternommen, ſo lautete der Wahl⸗ ſpruch, welcher für das Original des Van Eyckſchen Gemäldes paßte, der Wahlſpruch des Mannes mit der gerunzelten Stirne, mit der gallichten Geſichts⸗ farbe und dem leidenſchaftlichen Ausdruck; des Mannes mit den ſtarken Armen, dem ſtarken Rück⸗ grath, mit den kräftigen Beinen und den langen Händen; des gewaltigen Kämpen, der jeden Geg⸗ ner zu Boden warf; des Mannes mit der braunen Farbe, mit dem üppigen langen Haar und den engelhellen Augen. Und bei all dem war er der Sohn einer frommen, ſpröden Begine, die eine Stadt hatte verbrennen und achthundert Mann hängen oder erſäufen laſſen, weil ein Gaſſenjunge ihren Sohn Baſtard geſchimpft hatte.

Aber vor allen Dingen und ſogar vor der Heirath mußte er die Sache mit den Lüttichern ab⸗ machen.

Der Herzog ließ ſie nach altem Brauch mit Fackel und Schwert herausfordern.

Er hatte vom letzten Zuſammenſtoß her noch fünfzig Geißeln in der Hand. Einen Augenblick dachte er daran ſie umbringen zu laſſen; der Herr von Humbercourt brachte ihn davon ab.

Er marſchirte gegen Lüttich; die Lütticher zogen verzweiflungsvoll ihm entgegen.

Die beiden Armeen ſtießen bei St. Trond auf einander.